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Finanzen


 

Zahnzusatzversicherung

von Thorsten Goldmann; veröffentlicht am 30.05.2007
Auf schöne und gepflegte Zähne legen die meisten Deutschen großen Wert. Vor der Einführung der Gesundheitsreform waren die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) dafür zuständig, dass auch für eine umfassende Zahngesundheit gesorgt wurde. Sie übernahmen die Kosten für eine Vielzahl von Routinebehandlungen, die vom Zahnarzt durchgeführt wurden. Auf den Patienten entfielen nach diesem System keine weiteren Kosten. Doch das hat sich nun zum Leidwesen vieler gesetzlich Krankenversicherter grundlegend geändert. Denn die Kassen schrauben ihre Leistungen zurück – und das nicht nur im Zusammenhang mit Zahnbehandlungen. Die Folge: Der Markt für eine private Zahnzusatzversicherung boomt und Verbraucher haben buchstäblich die Qual der Wahl.

Was spricht für eine Zahnzusatzversicherung?

Die Vorteile der privaten Vorsorge liegen eindeutig im finanziellen Bereich: Muss sich der Patient einer Behandlung unterziehen, die nicht oder nur durch einen geringen Festbetrag von der GKV bezuschusst wird, muss er den Restbetrag mit eigenen Mitteln aufbringen. Bei Zahnarztbehandlungen kommen so schnell einige hundert oder – je nach Aufwand – sogar tausend Euro zusammen. Summen, die die Wenigsten mal eben aus der Portokasse zahlen können. Mehr Sicherheit für den Notfall gibt eine private Zahnzusatzversicherung, die sich an den anfallenden Kosten beteiligt. Je nach Angebot übernehmen Versicherungen bis zu 90 Prozent der Zahnarztrechnung – eine komplette Erstattung, wie einige Versicherer ihren Kunden vorgaukeln, gibt es indes nicht.


Auch die Qualität der zahnärztlichen Behandlung spielt bei der Entscheidung für eine private Zahnzusatzversicherung eine Rolle. Denn die GKV zahlt bei Kronen, Brücken und Zahnersatz immer nur das Standardmaterial. Legen die Patienten hingegen Wert auf hochwertige Materialien, die oftmals auch eine längere Lebensdauer haben, sperrt sich die Krankenkasse und dem Patienten bleiben zwei Alternativen: zum einen die Behandlung aus eigener Tasche zahlen oder sich frühzeitig um eine gute Zahnzusatzversicherung zu kümmern, die einspringt. Vor allem diejenigen, die genetisch bedingt mit schlechten Zähnen zu rechnen haben, empfiehlt sich der Abschluss einer solchen privaten Vorsorge. Denn wer sich seiner Gesundheit wegen regelmäßig umfangreichen, zahnärztlichen Eingriffen unterziehen muss, der hat bei den marktüblichen Honoraren schon bald nichts mehr zu lachen.


Ob vorbelastet oder nicht – wer sich mit dem Gedanken trägt, eine zusätzliche Zahnversicherung abzuschließen, der sollte sich möglichst mehrere Angebote verschiedener Anbieter einholen und vergleichen. Die Unterschiede beim Preis-Leistungs-Verhältnis sind teilweise enorm groß. Wer deshalb vor dem Abschluss genau prüft, kann unter Umständen jede Menge Geld sparen. Vorsicht auch vor vielen schwarzen Schafen der Branche, die die aktuelle Unsicherheit der Verbraucher ausnutzen und Versicherungen zu inakzeptablen Konditionen anbieten.


Informationen zum Autor
NameThorsten Goldmann
Emailthorstengoldmann[at]gmail.com
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veröffentlicht am30.05.2007
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