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Wie funktionieren Optionsscheine
von Roger Speer; veröffentlicht am 25.01.2008
Bei dieser Art der Geldanlage, handelt es sich um verbriefte Rechte, die in einem sepraten Markt an der Börse gehandelt werden und überproportional auf Kursbewegungen sowohl nach oben als nach unter reagieren. Das verbriefte Recht kann sich auf verschiedene Basiswerte beziehen, insbesondere gehören aber dazu Aktien , Indices oder Währungen.
In der Regel investieren Käufer von Optionsscheine nur einen Bruchteil ihres Vermögens in die diese spekulativen Instumente und erhoffen sich bei steigenden oder fallenden Kursen fette Gewinne. Das Funktionsprinzip ist sehr einfach, allerdings ist die Auswahl des richtigen Scheines sowie des Basiswertes oftmals schwierig zu bewerten, denn die Scheine werden nach ihrer Laufzeit, dem Aufgeld, dem Hebel und vielen anderen Kriterien im Preis bewertet.
Mit einem Call-Optionsschein setzt der Käufer auf steigende Kurse, mit einem Put-Optionsschein auf fallende. Generell kann man die Aussage treffen, dass wenn das gewünschte Szenario Eintritt auch Geld verdient wird, allerdings wenn sich die Kurse in die falsche Richtung entwickeln, wird Verlust gemacht. Ein kleines Beispiel soll verdeutlichen wie die Gewinn- und Verlustrisiken in der Praxis aussehen:
Beispiel Berechnung einer Investition
Käufer A investiert 10000 Euro in 200 Aktien und erhofft sich einen Kursanstieg von 10 % auf Sicht von 3 Monaten. Käufer B investiert in das Bezugsrecht auf die Aktien ( Call Optionschein ) mit ausreichender Laufzeit und kauft für 1000 Euro insgesammt 5000 Optionsscheine ( Bezugsverhältnis 10:1 )und einem Hebel / Delta von 0,5.
Steigt der Kurs der Aktie nun wirklich um 10 %, hat Käufer A 1000 Euro Gewinn gemacht. In der gleichen Zeit sind nun auch die Bezugrechte von Käufer B im Kurs gestiegen, nämlich um satte 50 %. Die genaue Gewinnberechnung wurde hier aus Verständnisgründen einmal nicht aufgeführt, aber so könnte es real in der Praxis aussehen.
Wenn die Kurse runter gehen
Entwickelt sich der Kurs der Aktie allerings in die falsche Richtung, als Beispiel 10 % Kursverlust bei der Aktie, verliert Käufer A 10 %, während Käufer B ungefährt 50 % seiner Investition verliert.
Vorteile von Optionsscheinen ergeben sich in erster Linie an überproportionallen Gewinnchancen, mit wenig Kapitaleinsatz. Die Verlustrisiken können hier mit ein passenden Anlagestrategie begrenzt werden. Für Laien und Anfänger sind solche Wertpaiergeschäfte keine gute Geldanlage.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 25.01.2008 |
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