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Bauen & Wohnen


 

Trends beim Hausbau

von Markus Boos; veröffentlicht am 16.10.2007
Beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein großer Wandel vollzogen. Während früher vornehmlich mit Tonziegeln gebaut wurde, stehen nun sehr viele verschiedene Baumaterialien zur Verfügung. Die verbreitetsten im Bereich des Massivbaus sind neben den angesprochenen Tonziegeln, Kalksandstein und Porenbeton. Aber auch Holzhäuser werden immer beliebter. So hält der Baustoff Holz wieder vermehrt Einzug auf den deutschen Baustellen. Die wichtigste Holzbauart ist dabei der Holzrahmenbau bzw. Holztafelbau. Bei ihm werden die Wand- und Deckenelemente bereits in der Zimmerei vorgefertigt, so dass das Holzhaus innerhalb von wenigen Tagen errichtet werden kann. Aus diesem Grund ist diese Holzbauweise bei den Fertighaus-Herstellern sehr beliebt.
Ebenfalls im Trend liegt der Baustoff Lehm. Die guten bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften des Lehms sorgen dafür, dass immer mehr Bauherren auf Lehm als Baustoff zurückgreifen. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren eine Reihe von Lehmprodukten entwickelt wurden, die die Verarbeitung des Baustoff Lehms leichter gemacht haben. Bestes Beispiel ist hier die Lehmbauplatte. Mit ihr ist es nun möglich, den Baustoff Lehm auch im Trockenbau einzusetzen.
Eine Bauart ganz anderer Art stellt das Erdhaus dar. Es ist meist tonnenförmig und wird von einer dicken Erdschicht (bis zu 3 m) überdeckt. An den Giebelseiten ist das Erdhaus großzügig verglast. Die dicke Erdschicht schützt das Haus im Winter vor Kälte und sorgt im Sommer für eine angenehm konstante Temperatur. Dadurch lassen sich bei Erdhäusern mit relativ geringem Mehraufwand ein Passivhausstandard erreichen. Man spricht deshalb auch vom Passiv-Erdhaus . Dank moderner Abdichtungstechniken ist mittlerweile auch nicht mehr zu befürchten, dass die Dachhaut zu Schaden kommt. Ganz im Gegenteil: durch die spezielle Bauweise besteht eine besonders hohe Unwetterfestigkeit und oftmals auch geringere Wartungskosten als bei herkömmlicher Bauweise. Obwohl das Erdhaus eine Reihe von Vorteilen aufweist, gibt es nur wenige Architekten und Bauträger, die über Erfahrung mit diesem speziellen Hauskonzept verfügen. Die steigenden Heizkosten und die zunehmenden Sturmschäden könnten dies aber ändern.


Informationen zum Autor
NameMarkus Boos
Emailmb-netz[at]onlinehome.de
Homepagewww.mb-netzwerk.de
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veröffentlicht am16.10.2007
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