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Systemisches Coaching
von Martin Zelewitz; veröffentlicht am 03.09.2007
Veränderungsbereitschaft zu lernen und die notwendigen Veränderungen in der Folge mit ganzer Kraft zu wollen – dazu leistet Coaching in Regel einen wichtigen Beitrag. Wenn Personen mit Hilfe von Coaching oder Supervision Fragestellungen im privaten oder beruflichen Kontext gezielt bearbeiten, wird dies gesellschaftlich längst nicht mehr als Schwäche interpretiert - als Beratungsform ist Coaching seit langem etabliert. In der Regel geht es darum, Konflikte und Spannungen an der Schnittstelle zwischen „Funktion“ und „Person“ zu bearbeiten und dazu neue Lösungen zu finden.
Eine weit verbreitete Methode des Coachings ist systemisches Coaching. Als prozessorientierte Begleitung folgt diese einem systemisch-konstruktivistischen Ansatz: Der Gecoachte selbst ist der Experte für seine Probleme, vor allem aber für seine Ressourcen und in der Folge für seine Lösungen. Beim Entwickeln der Lösungen nimmt der Coach die Rolle eines Wegbegleiters, Feedbackgebers und Sparringpartners ein.
Mit intimen Geständnissen wie z.B. mit der Psychoanalyse eines Sigmund Freuds hat Coaching nichts zu tun. Analog zu einem Sporttrainer soll der Coach den Coachee dazu bringen, das Beste aus sich herauszuholen. Als Sparringspartner, Feedbackgeber und Wegbegleiter fördert und unterstützt der Coach die Entwicklung von neuen Handlungskonzepten sowie die notwendigen Schritte zur Veränderung. Er leistet quasi Hilfe zur Selbsthilfe, vornehmlich dadurch dass er die Arbeit auf Ressourcen und Ziele, weniger auf die Probleme, konzentriert.
Dies sei nachfolgend anhand eines Beispiels erklärt:
Sie sind mit Ihrem Auto bei schneeglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen und stecken nun fest. Fragen wie, „Wie hoch ist die Schneeauflage auf der Fahrbahn?“, „Wie hoch war meine Geschwindigkeit?“ oder „Wie schnell kann man in diese Kurve fahren?“ mögen zwar zur Ursachenforschung, sprich dem Erkenntnisgewinn über die Ursache Ihres Problemes beitragen. Im Nachhinein – sprich wenn Sie erstmal wieder flott sind, mag es auch sinnvoll sein, über die Gründe für diese missliche Situation nachzudenken; für eine Lösung sind diese Fragestellungen jedoch wenig hilfreich. Ressourcen- bzw. lösungsorientiert würden Sie sich z.B. vielmehr fragen: „Wer kann mir helfen, hier wieder heraus zu kommen?“, „Wo sind meine Schneeketten?“, etc.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 03.09.2007 |
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