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Die Subprime-Krise
von Marek Radowski; veröffentlicht am 06.01.2009
Subprime-Krise, ein Begriff, der aus der Hypothekenfinanzierung in den USA stammt. Dort bereiteten Banken durch fahrlässige Kreditvergabe den Boden für die Lawine: Ohne Prüfung der Bonität beziehungsweise trotz schlechter Bonität (Subprime), gewährten Institute Immobilienkredite oft ohne Eigenkapital eines Hauskäufers- eine Praxis, die in Deutschland zwar undenkbar, aber in anderen Märkten durchaus vorkommt. So berichtete die Wirtschaftswoche von einer Katzenbesitzerin , die Testweise für ihre Katze bei einer australischen Bank einen Kredit beantragte. Die Katze bekam anstandslos eine Kreditkarte. Dass in einen solchen Umfeld das Geschäft boomte, ist nicht verwunderlich: Hauskäufer besorgten sich billiges Geld und investierten in Immobilien die- so schien es- kontinuierlich so stark im Wert stiegen, das man sich um die Besicherung des Kredites keine Sorgen machen musste. Doch dies allein hätte die Lawine nicht ausgelöst. Um mit frischen Geld weiter am Boom verdienen zu können, verpackten- gleich „verbrieften- die Banken die Kreditforderungen: Sie Verwandelten sie in Wertpapiere und verkauften sie an Zweckgesellschaften, die sie erneuten verbrieften und weiterverkauften. Die Käufer, wiederum Zweckgesellschaften, zerstückelten die Verbriefungen und brachten sie in neuer Zusammensetzung in Umlauf. Aufgekauft von Kapitalsammelstellen erlebten diese Papiere eine nochmalige Verwandlung und wurden wiederum an Investoren weitergereicht. Das System schien narrensicher, denn Ratingagenturen begleiteten die Papiere in ihren gesamten Verwandlungsprozess mit Bewertungen, die ein Investment als gerechtfertigt erschienen ließen. Ins rutschen kam die Lawine durch eine Stagnation am Häusermarkt und durch steigende Zinsen in den USA. Viele Kreditnehmer konnten die Darlehen nicht mehr bedienen. Gleichzeitig fielen die Häuserpreise. Banken - zuerst in USA, dann aber auch in Europa und Asien meldeten Wertberichtigungen in Milliardenhöhe.
Immobilien (Bau AG)
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 06.01.2009 |
| gelesen | 654 mal |
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