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Steueroptimierte Geldanlagen
von Bernhard Russin; veröffentlicht am 27.10.2007
Gibt es steueroptimierte Geldanlagen denn überhaupt noch?
Ja, die steueroptimierte Geldanlage hängt natürlich meistens von der persönlichen Einkommenssituation des Anlegers ab. Oft geht es um das Thema Steuerstundung, das heißt, die Verlagerung von Einkünften auf spätere Zeitpunkte (Zinseffekt), an denen die Steuerbelastung durch eine veränderte Einkommenssituation unter Umständen auch noch geringer ausfällt. Aber es gibt auch noch Anlagen, bei denen tatsächlich Steuern gespart werden können. Schiffsbeteiligungen sind ein prominentes Beispiel dafür.
Die Erträge von Schiffsbeteiligungen sind zwar nicht von der Besteuerung befreit, jedoch werden tatsächlich nur sehr niedrige Steuern auf die Erträge gezahlt. Grund dafür ist das Gesetz zur Tonnagebesteuerung, dass eine Pauschalsteuer auf Erträge aus der Schifffahrt eingeführt hat. Die Besteuerung wird nicht an den Gewinnen bemessen, sondern pauschal kalkuliert. Die Grundlage ist die Größe des Schiffs. Auf die Erträge bezogen kommt dadurch eine sehr niedrige Besteuerung bei Schiffsbeteiligungen zustande. Auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Schiffes am Ende der Laufzeit des Schiffsfonds bleiben für den Anleger steuerfrei.
Neben der steuerlichen Sonderbehandlung können sich aber auch die Renditen von Schiffsfonds durchaus sehen lassen. Renditen um die 10% p. a. Sind bei Schiffsfonds durchaus im Rahmen des Üblichen. Es handelt sich bei dieser Anlageform natürlich nicht um ein standardisiertes Produkt, wie z. B. Die Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto. Verschiedene Schiffsbeteiligungen können sich im Konzept stark voneinander unterscheiden. Der Emissionsprospekt gibt genaue Auskunft über die Art und Ziele des jeweiligen Schiffsfonds. Die Zahl der Anbieter im Markt der Schiffsbeteiligungen ist groß. Man sollte bei der Auswahl einer Beteiligung möglichst auf erfahrene Anbieter setzen. Das Management spielt eine nicht unwesentliche Rolle für den Erfolg des Projekts. Die Qualitäten des Anbieters können anhand der Leistungsbilanz abgelesen werden, die über die Abwicklung von Projekten in der Vergangenheit Auskunft gibt. Nicht professionelle Anleger sollten am besten zusätzlich einen unabhängigen Berater zu Rate ziehen. Bei Anlagesummen ab 15000 Euro aufwärts und Laufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren lohnt sich gründliches Recherchieren vor der Anlageentscheidung auf jeden Fall.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 27.10.2007 |
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