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Finanzen


 

Erste Anzeichen für sinkende Leitzinsen

von Daniel Franke; veröffentlicht am 03.12.2007
Nach Jahren steigender Leitzinsen verdichten sich derzeit die Anzeichen für baldige Zinssenkungen. Gab es in den USA bereits eine erste solche Zinssenkung aufgrund der Auswirkungen der US-Hypothekenkrise, erwarten Experten eine ebensolche spätestens Anfang 2008 in Euroland. Die Gründe dafür sind vielschichtig: zum einen verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum und zum anderen haben wir es derzeit mit extrem volatilen Finanzmärkten zu tun, innerhalb derer
Kreditinstitute und Kreditvermittler Milliardenbeträge für aufgefallene Hypothekendarlehen und aus diesen Forderungen abgeleitete Derivate abschreiben müssen. Für Anleger, die ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten anlegen, hat eine Serie von Zinssenkungen bedeutsame Ausmaße, denn nach jeder erfolgten Zinssenkung ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Banken ihre Zinsen aufs Tagesgeld ebenfalls senken. Wer hingegen ist Festgeld spart, kann von stabilen Zinsen während der gesamten Laufzeit
profitieren. So kann es schnell zu einer Umkehrung des seit zwei, drei Jahren zu beobachtenden Trends kommen, bei dem Anleger anstelle eines Tagesgeldkontos lieber ein Festgeldkonto eröffnen, und ihr Geld zu festen Zinsen anlegen. Schon jetzt kann man die Anzeichen sinkender Leitzinsen an den Festgeld-Zinsen im Vergleich zu den aufs Tagesgeld gewährten Zinsen ablesen. Während erste Banken bereits die Zinsen aufs Tagesgeld geringfügig senken, gehen
immer mehr Banken dazu über, die Zinsen für zwei- bis dreijähriges Festgeld anzuheben. Und erstmals seit Jahren übersteigen auch die durchschnittlichen Zinsen ausgewählter Festgeldkonten mit zwei- bis dreijähriger Laufzeit die Zinsen fürs Tagesgeld deutlich, sieht man einmal von Werbeaktionen zur Neukundengewinnung ab. Für den Anleger bedeutet diese Entwicklung die Überlegung, ob er vom Tagesgeld auf ein Festgeldkonto wechselt, um sich so lange
wie möglich das derzeitig hohe Zinsniveau zu sichern. Dabei muss er auch immer berücksichtigen, ob er das angelegte Geld mit absoluter Sicherheit für die vereinbarte Dauer entbehren kann. Sollte dies nicht der Fall sein, ist er trotz sinkender Zinsen mit einem Tagesgeldkonto besser beraten, denn nur dort kann er täglich auf sein angelegtes Geld zugreifen.


Informationen zum Autor
NameDaniel Franke
Emailinfo[at]tagesgeldvergleich.net
Homepagewww.tagesgeldvergleich.net/
Anzahl Artikel1
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veröffentlicht am03.12.2007
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