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Siena, die beliebte Stadt in der Toskana
von Agathe Freudenstein; veröffentlicht am 31.12.2007
Siena ist nach Florenz das zweite grosse Toskanaziel – durch und durch mittelalterlich, rotbraune Backsteinbauten, ein prachtvoller Dom und enge Strassenschluchten. Siena ist eine wahre Stadt zum Flanieren, denn innerhalb der Mauern ist das Autofahren verboten.
Siene war eine der mächtigsten mittelalterlichen Stadtrepubliken und die grosse Konkurrentin von Florenz. Die ganze Stadtanlage, ihre Bauten und Kunstwerke weisen auf diese grosse Zeit zurück. Siena ist ein einzigartiges Ausstellungsstück der italienischen Gotik. Seit der Blütezeit im 14 Jh. und insbesondere nach der Eroberung durch Florenz 1555 entstanden keine herausragenden Bauwerke mehr, was kunsthistorisch gesehen einen unschätzbaren Vorteil darstellt, denn so blieb der mittelalterliche Baustil unversehrt erhalten. Siena wird geprägt durch das grüne Hügelland der Umgebung, seiner komplett erhaltenen Stadtmauer, seinem 102 m hohen Turm „Torre del Mangia“ am berühmten Piazza del Campo. Fast alle Paläste und Gebäude sind aus Backstein erbaut – im Gegensatz dazu steht der mit Marmor verkleidete Dom, das Prunkstück von Siena.
Mittelpunkt des öffentlichen Lebens und zweifellos einer der schönsten Plätze Italiens ist der Piazza del Campo. Rundum des Platzes erhebt sich eine einzigartige Kulisse von mittelalterlichen Palästen, die heute Restaurants und Cafés beherbergen. Vor allem gegen Abend herrscht hier oft eine berauschende Atmosphäre. Am höchsten Punkt des Platzes steht der Brunnen „Fonte Gaia“, was auf deutsch soviel wie fröhliche Quelle bedeutet. Der Name kommt daher, weil man sich Anfang des 15. Jh. so sehr freute, dass das Wasser aus einem 25 km langen Weg über einen Aquädukt hier hervorsprudelte.
An der Unterkante des Piazza del Campo thront das gotische Rathaus mit seinem mächtigen Glockenturm „Torre del Mangia“.
Der Dom ist wegen seiner aufwendigen schwarz-weiss gestreiften Zuckerbäckerfassade der ganze Stolz von Siena. Der obere Teil des Doms ist mit Ornamenten, Statuen, Mosaiken und Schnitzereien überladen.
Am 2. Juli und 16. August findet seit dem 17 Jh. auf dem Piazza del Campo das berühmte Reittunier namens „Der Palio von Siena“ statt. In mehreren Durchläufen kämpfen neun der insgesamt siebzehn Stadtteile um das begehrte Seidenbanner (Palio). Die Teilnehmer tragen alte Kostüme aus dem 15 Jh. und jedes Stadtviertel hat sein eigenes Symbol. Obgleich das Wettrennen auf den ungesattelten Pferden nur wenige Minuten dauert, ist das Ganze von genau festgelegten Zeremonien umrahmt, die schon vier Tage vorher beginnen. Zwischen 17 und 19 Uhr abends findet das Rennen statt. Vor dem Rennen gibt es einen festlichen Umzug.
Auch nicht versäumen sollte man einen Besuch zum Castello di Monteriggioni, das im Jahre 1213 zur Verteidigung Sienas errichtet wurde. Das Schloss befindet sich 14 km von Siena in Richtung Florenz entfernt und stellt mit seiner komplett erhaltenen 570 m langen Rundmauer und ihren 14 Wehrtürmen ein wahres mittelalterliches Schmuckstück dar.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 31.12.2007 |
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