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Garten


 

Selbstbau eines Teichfilters

von Frank Masurek; veröffentlicht am 22.06.2007
In unserer Zuchtanlage für Zwerggarneln und Zwergkrebse verwenden wir verschiedene Behälter zur Aufzucht von Jungtieren. Unter anderem haben wir vor einigen Monaten 10 Kunststoff-Container mit jeweils 1000 Liter Inhalt zu günstigen Konditionen kaufen können. Dieses Angebot konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Nachdem bei allen Containern der Deckel abgeschnitten war und sie an der richtigen Stelle standen, stellte sich die Frage nach einem effektiven Filtersystem. Der Filter sollte einen möglichst großen Wasserdurchsatz haben, aber wegen der winzigen Garnelen keine zu große Strömung erzeugen. Angeregt durch Lösungsvorschläge von unterschiedlicher Seite keimte langsam eine Idee in mir, wie mit wenig finanziellem Aufwand das Problem zu lösen wäre.

Als erstes besorgte ich mir das nötige Material in einem Baumarkt. Meine
Einkaufsliste sah folgendermaßen aus:
1 Baustelleneimer Inhalt 20 Liter (1,99)
1 Abflussrohr 100cm Ø 40mm (2,49)
1 90° Knie zu dem Rohr (0,89)

Zu Hause angekommen wurde das Rohr auf die richtige Länge geschnitten, sodass es vom Containerboden bis zur künftigen Wasseroberfläche reicht. Danach unten zwei große Kerben rein sägen, damit das Wasser ungehindert ins Rohr strömen kann, wenn es am Eimerboden steht. Jetzt benötigt man noch Filterschwämme in der passenden Größe, die man günstig bei www.niersbachtal.de bestellen kann, eine etwas stärkere Aquarien- oder Teichluftpumpe und einige Meter Luftschlauch. Der Aufbau ist denkbar einfach. Der Eimer wird zu etwa 1/3 mit großen Steinen gefüllt, damit er am Boden fest steht. Darüber kommen die Filtermatten wobei die gröbste an die oberste Stelle platziert werden sollte, um den Grobschmutz abzufangen.

Beim Zuschneiden ruhig etwas größer bemessen. Die Filterschwämme lassen sich später noch zusammendrücken. Alle Filtermatten bekommen vor dem Einbau in der Mitte ein Loch von 3-4 cm Durchmesser. Das Loch schneidet man am besten mit einem kleinen Messer, oder man bohrt es per Hand mit einem scharf geschliffenen Stück Rohr von entsprechendem Durchmesser. Es sollte auch etwas kleiner sein als das eigentliche Filterrohr, weil sich der Filterschaum sehr gut dehnen lässt und dann stramm anliegt.



So jetzt hatte ich den fertig gefüllten Eimer mit dem Standrohr zum Testlauf fertig. Nachdem ich diesen Filter in den ersten Container versenkt hatte, steckte ich das Ende meines Luftschlauchs einfach in das Rohr. Ans andere Ende kam eine etwas stärkere Aquarienluftpumpe (LP20). In dieser Konstellation kommen oben aus dem Rohr etwa 3000 Liter Wasser pro Stunde.

Damit das Wasser nicht einfach senkrecht heraus quillt, habe ich das erwähnte 90°-Knie aufgesetzt. Dadurch wird der Wasserstrom entlang der Oberfläche geleitet. Die ganze Konstruktion hat so gut funktioniert, dass ich mittlerweile alle 10 Container damit ausgestattet habe. Auch in unserem kleinen Gartenteich (5000 Liter) läuft so ein „Filtereimer“ bisher sehr zufriedenstellend. Das Wasser ist glasklar.

Ein bekannter Züchter sagte mir, dass eventuell noch bessere Filterleistungen zu erzielen wären, wenn man den Eimer mit einem perforierten Deckel ausstattet. Dadurch ist die Sogwirkung zum Filter hin verstärkt, weil das Wasser nicht über den gesamten oberen Schwamm eindringen kann sondern durch wenige Löcher gezwungen wird. Ich habe das noch nicht ausprobiert, weil ich mit der Konstruktion wie sie jetzt ist äußerst zufrieden bin.


Informationen zum Autor
NameFrank Masurek
Emailkundenservice[at]niersbachtal.de
Homepageniersbachtal.de
Anzahl Artikel1
Informationen zum Artikel
veröffentlicht am22.06.2007
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes