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Finanzen


 

Die Rechtsschutzversicherung im Einzelnen

von Sabrina Fries; veröffentlicht am 30.05.2007
Unter einer Rechtschutzversicherung versteht man eine Versicherung, die zwischen einem Versicherungsnehmer und einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen wird. Im Gegensatz zu den Sozialversicherungen fällt diese Art der Versicherung in den Bereich der Individualversicherung, d. h. der Versicherungsnehmer ist nicht gesetzlich verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können eine solche Rechtschutzversicherung abschließen. Ganz unabhängig davon, wer der Versicherungsnehmer ist, schützt die Versicherung vor den Kosten, die im Rahmen eines Rechtsstreits auf den Versicherungsnehmer zukommen können. Diese Kosten setzen sich zum einen aus den an das Jurisdiktion zu zahlenden Gerichtskosten zusammen und aus der Vergütung, welche dem selbst gewählten Rechtsbeistand zu entrichten ist. Läd die Partei im Rahmen des Prozesses Zeugen vor, muss deren Aufwand mit einem Zeugengeld entschädigt werden, und Sachverständige müssen ein angemessenes Honorar enthalten. Endet ein Rechtsstreit damit, dass das Gericht der gegnerischen Partei Recht gibt, so muss zusätzlich noch für deren Kosten aufgekommen werden.

Gegen all diese Unkosten ist man durch eine entsprechende Versicherung abgesichert, in der Regel bis zu einem Betrag in der Höhe von 250.000 Euro. Zudem bieten einige Versicherungsgesellschaften an, dass sie auch im Ausland Rechtschutz gewähren. Dies ist jedoch von dem Land abhängig, in dem der Prozess stattfindet, und der maximale Betrag, für den die Versicherung aufkommt, liegt deutlich unter dem, der im Inland versichert ist. In beiden Fällen ist es üblich, dass eine Rechtschutzversicherung auch Strafkautionen aufbringt, sofern sie die Grenze von 50.000 Euro nicht überschreiten.

Eine Versicherung dieser Art schützt jedoch nicht gegen die aufkommenden Kosten in allen juristischen Bereichen. Vielmehr sind die Versicherungen modular strukturiert, d. h. es gibt verschiedene Leistungsarten, die Rechtschutz für einen bestimmten Bereich anbieten, wie z. B. Privat-Rechtschutz, oder Arbeits-Rechtschutz (für Belange rund um ein Auto ist eine günstige Autoversicherung empfehlenswert). Aus diesem Grund ist es ratsam, die Police genau zu studieren, ehe man sich in einen Rechtsstreit begibt um am Ende zahlen muss.


Informationen zum Autor
NameSabrina Fries
Emailsabrina.fries[at]googlemail.com
Homepagewww.onmeco.de
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veröffentlicht am30.05.2007
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