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Kunst, Kultur, Musik


 

Produktionsablauf eines Erzgebirge Nussknackers

von Marc Wiedmaier; veröffentlicht am 24.02.2008
Der Nussknacker aus dem Erzgebirge ist ein beliebtes und begehrtes Stück Volkskunst, nicht nur zur Weihnachtszeit. Dekorative Nussknacker werden schon seit dem 18. Jahrhundert hergestellt, aber vor allem die Nussknacker aus dem Erzgebirge sind begehrte Kleinode traditioneller Handwerkskunst.

Nussknacker werden im Erzgebirge seit je her in traditioneller Handarbeit hergestellt. Jedes Stück ist ein Unikat und wird bis ins kleinste Detail liebevoll und mit hoher Präzision von erzgebirgischen Kunsthandwerkern in aufwändiger Handarbeit erschaffen.
Einige Arbeitsabläufe sind mechanisiert, zum Beispiel das Drechseln des Korpus, aber selbst die dafür verwendeten Maschinen haben eine lange Tradition und stammen oft noch aus dem 19. Jahrhundert. Der Produktionsablauf eines Nussknackers aus dem Erzgebirge hat bis zu 130 einzelne Arbeitsschritte und ist sehr komplex und aufwändig.
Für den Korpus werden größtenteils heimische Hölzer aus dem Erzgebirge verwendet, vor allem Fichte. Aber auch Buche, Erle und Linde kommen bei der Herstellung eines Nussknackers zum Einsatz.

Der rohe Holzklotz wird an einer Drechselbank in Form gebracht, so dass der Grund-Korpus entsteht. Dann wird der Mund ausgefräst und ausgestemmt, die Mechanik für den Hebel eingesetzt und mit einer Achse aus Metall mit den Korpus verbunden.

Danach beginnt die kreative Arbeit der Kunsthandwerker: die Schuhe und die Nase werden angeklebt und die Augen entweder aufgemalt oder ebenfalls festgeklebt. Je nach Modell bekommt der Nussknacker aus dem Erzgebirge dann noch weitere schmückende Kleinigkeiten: zum Beispiel Augenbrauen, einen Bart, einen Stecken oder eine Lampe in die Hand oder eine Halskrause. Die Haare bestehen bei hochwertigen Nussknackern aus Kaninchenfell, es kommt aber auch Kunstpelz zum Einsatz.

Schon im unbemalten Zustand ist der Nussknacker ein schöner Hingucker.
Üblicherweise wird er jedoch noch bemalt, und hier ist der Phantasie des Kunsthandwerkers keine Grenze gesetzt. Traditionell stellen die Nussknacker aus dem Erzgebirge meistens Gendarmen oder andere eher Furcht einflößende Figuren dar und haben meist einen grimmigen Gesichtsausdruck.


Informationen zum Autor
NameMarc Wiedmaier
Emailmww[at]wibros.de
Homepagewww.cross-skating.com
Anzahl Artikel1
Informationen zum Artikel
veröffentlicht am24.02.2008
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes