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Ein Preis fürs digitale Lebenswerk
von Stefan Olschewski; veröffentlicht am 18.05.2008
Dass (alternde) SchauspielerInnen im Rahmen der Verleihung der unterschiedlichsten TV-, Film- und Fernsehpreise oftmals einen Sonderpreis für ihr Lebenswerk einheimsen, ist allgemein bekannt. Auch Musikpreise wie der „Echo“ vergeben in der Regel eine Auszeichnung für das Lebenswerk verdienter Musiker. Ob „Bambi“, „Oscar“ oder „Grimme-Preis“ – was in den Medien Film, Fernsehen und Musik in aller Munde ist, sucht man in künstlerischen Kreisen meist vergeblich. Welche Zeitung, welches Boulevardmagazin oder welche Nachrichtensendung berichtet schon über einen Preis für einen Maler oder Bildhauer, der höchstens in Fachkreisen bekannt ist?
Bei der noch recht jungen Sparte der „Digitalen Kunst“ potenziert sich das oben skizzierte Problem noch. Dennoch existiert auch dort seit dem Jahr 2005 eine hochdotierte Auszeichnung für Kunstschaffende, die auf dem Gebiet der Computerkunst ihr Leben lang Akzente gesetzt haben. Während es in anderen, gesellschaftlich allgemein bekannteren und akzeptierten Sparten leichter fällt, einen Preis ins Leben zu rufen, ist der d.velop digital art award [ddaa], der seit dem Jahr 2005 vergeben wird, eine wegweisende Anerkennung auf dem Gebiet der so genannten „Digital Art“. Mit 20.000 Euro dotiert, hat sich diese Auszeichnung zum Ziel gesetzt, die wichtigsten Künstler der Digital Art für ihr Lebenswerk oder eine bedeutende Werkgruppe auszuzeichnen. Damit stellt er den ersten großen internationalen Preis zur Würdigung von außergewöhnlichen Leistungen im Bereich der Digitalen Kunst dar.
Mit Vera Molnar (2005) und Manfred Mohr (2006) konnten bislang zwei Computerkünstler der ersten Stunde die begehrte Auszeichnung erlangen, die inzwischen auch außerhalb der Kunstkreise als bedeutender Preis anerkannt ist. Eine fünfköpfige Expertenjury hat zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels bereits den Preisträger 2008 ernannt, die offizielle Verkündung und Ehrung mit der [ddaa] Trophäe findet am 1. November 2008 im Rahmen des ART FORUM BERLIN statt. Für alle interessierten Besucher ist dies die ideale Gelegenheit, eine neue Kunstform zu erleben, die durch ihre Einzigartigkeit und Multimedialität sogar in der Lage ist, eingefleischte „Kunstbanausen“ zu begeistern.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 18.05.2008 |
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