Picknicken ein verloren gegangener Brauch
von Mario Stapsge; veröffentlicht am 17.04.2008
Jeder von uns hat wohl ein Bild im Kopf, wenn man Ihm das Stichwort Picknick mit auf den Weg gibt. Vielleicht eine grüne Wiese mit Blumen, einem rot-weiß karierten Lacken auf dem die Familie sitzt und viele Picknickkörbe in denen sich tolles Essen und Trinken befindet. Jedoch wie oft waren Sie eigentlich in den letzten 3 Jahren Picknicken? Immer mehr Menschen können auf diese Frage mit einem: „Hmmm, kein einziges Mal.“ Antworten, was im Grunde ziemlich schade ist. Eigentlich ist das Picknick eine Mahlzeit unter freiem Himmel. Die Griechen hatten dafür den Begriff Eranos, die Römer nannten es Prandium. Der klassische Picknickkorb kam im 19. Jahrhundert in Großbritannien auf er enthält sowohl das Essen als auch eine Decke, Geschirr und Besteck. Das Essen bei einem typischen Picknick besteht meistens aus Speisen die man kalt verspeist, dazu gehören Frikadellen, in alle möglichen Variationen, Salate, Wurst, Brote, Brötchen, Aufstrich, Fleischbällchen, Kuchen Muffins für den Nachtisch. Zu Trinken nimmt man traditionell Tee mit, moderner und auch sehr praktisch sind Softdrinks jeglicher Art, Kaffee, Bier und Wein. Besonders populär wurde das Picknicken im England des Viktorianischen Zeitalters, da Queen Viktoria sehr häufig an der freien Luft speiste und somit Vorbild für viele Engländer war.
Schade das dieser schöne Brauch so ins Hintertreffen geraten ist, denn es gibt viele „Anwendungsgebiete“ für ein modernes Picknick. Ein zweisames „Prandium“ ist z.B. der Romantik sehr zuträglich und lässt viele Frauen noch Tage danach davon schwärmen. Ein familiäres „Eranos“ am Sonntag ist eine ideale Erholung von einer stressigen Arbeits- oder Schulwoche für den Vater, Mutter und Kinder. Außerdem fördert ein Picknick die Naturverbundenheit von Kindern und jugendlichen, die heutzutage schon viel zu viel Zeit vor dem PC in Haus verbringen.
Fazit ist, dass ein Picknick in der Natur es verdient hätte ein „Revival“ in der modernen deutschen Kultur zur feiern und neben Grillen und Essen gehen wohl eine brauchbare Alternative zum Zeitvertreib darstellt, leuchtet ein.
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