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Nussknacker

von Manfred Gutacker; veröffentlicht am 01.08.2007
Räuchermännchen gehören im Erzgebirge einer jahrhundertlanger Tradition an. Etwa Mitte des 18. ten Jahrhundert kam man auf den Einfall, für das Räucherwerk Figuren aus Holz erzeugen, die so genannten Räuchermänner, welche in ihrem Innenraum die Räucherkegel aufnehmen und den durch Verbrennung entstehenden Rauch über eine Öffnung (Mund) wieder abgeben. Diese traditionelle Erzgebirgische Volkskunst wird auch noch gegenwärtig von einigen bekannten Kunstgewerbe-Fabrikationsstätten wie die KWO und Hubrig weitergeführt. Die Produktionsauswahl, die zunächst nur aus Lichterfiguren, den Lichterbogen, bzw. Schwibbogen bestand, wurde seitdem immer wieder mit anderen Figuren aus Holz erweitert. Neben Krippen, Krippenfiguren, die Erzgebirge Pyramide und Nussknacker, die traditionell zur Weihnachtszeitdekoration gehören und weit über das Erzgebirge hinaus bekannt sind, werden heute auch moderne Kantenhocker, Spieldosen und Blumenkinder hergestellt.
Wie zu jenen vergangenen Zeiten, wird auch gegenwärtig noch jede Figur in Handarbeit angefertigt, bearbeitet und angemalt. Als Motive für die antiken Figuren aus Holz dienten die seinerzeitigen Berufe. Bergleute und Schreiner waren besonders beliebte Figuren. Weitgehend orientierte sich Sehr Vieles an den Bergbau. So neben den anderen die Schwibbögen, die einen damaligen Stolleneingang zeigen und darstellen, wie die damaligen Bergmänner zur letzten Schicht vor Weihnachten ihren Stolleneingang sahen. Der erste Schwibbogen wurde 1726 aus Eisen hergestellt. Heutzutage auch aus Holz.
In früheren Zeiten stellte jede Familie im Erzgebirge, Bergmannsfiguren und Engelsfiguren mit Kerzen ins Fenster. Sie sollten den nächtlich heimkehrenden Bergmann Licht spenden. Je nach Anzahl der aufgestellten Bergmanns- und Engelfiguren konnte die Nachbarschaft erkennen, wie viele Töchter, bzw. Söhne Familienmitglieder zu einer Familie gehörten.
Die weit bekannten Erzgebirgischen Pyramiden schmückten schon um 1800 zur Adventszeit die Kirchen. Vorlage war dafür eine Schachtförderanlage, die ehemalig mit Wasser oder Pferdekraft angetrieben wurde. Die Pyramiden selbst wurden so erstellt, dass sie mit dem warmen aufsteigenden Luftstrom der Kerzen angetrieben werden.
Mittlerweile finden sich nicht nur im Erzgebirge kleine Geschäfte, in denen Figuren aus Holz und Spieluhren erworben werden können. Auf Weihnachtsmärkten auch außerhalb vom Erzgebirge, sind immer wieder Verkaufshäuschen vertreten, die diese traditionelle Handwerkskunst vertreiben. Räuchermännchen und Lichterbögen gehören mittlerweile zur Weihnachtszeit wie der Weihnachtsbaum und sind auch immer ein gern gesehenes Überraschung.


Informationen zum Autor
NameManfred Gutacker
Emailmanfred.gutacker[at]freenet.de
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veröffentlicht am01.08.2007
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes