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Materialienarten von Küchen-Arbeitsplatten
von Patrick Guede; veröffentlicht am 07.01.2008
Da Arbeitsplatten in den Küchen einer sehr hohen Beanspruchung unterliegen, sollte man bei der Auswahl der Arbeitsplatte besondere Sorgfalt walten lassen. Bei den Auswahlkriterien spielt das Material deswegen eine besonders wichtige Rolle.
Arbeitsplatten unterliegen ständigen Belastungen, z.B. durch Öle, Hitze oder Farbstoffe. Aus diesem Grund sollte das Material so beschaffen sein, dass eine einfache Reinigung der Arbeitsplatte möglich ist und diese beim täglichen Gebrauch nicht beschädigt wird. Idealerweise sollte sich eine Arbeitsplatte fast von alleine reinigen lassen und möglichst resistent gegen Verfärbungen und Fleckenbildung sein. Des Weiteren sollte eine ideale Arbeitsplatte kratzunempfindlich sein.
Die meisten Küchenhersteller bieten bei heutigen Arbeitsplatten folgende Materialien zur Auswahl, die mehr oder weniger den oben genannten Anforderungen entsprechen:
HPL (High Pressure Laminate):
Diese Art von Material wird bei den meisten Arbeitplatten verwendet. Es handelt sich dabei um eine Beschichtung, welche auf Arbeitsplatten aus Spanplatte (Trägermaterial) gesetzt wird. HPL-Arbeitsplatten sind besonders kratzfest und halten Temperaturen von bis zu 230° stand.
Granit:
Dieses Material gilt als besonders pflegeleicht, da es eine hohe Kratz- und Hitzebeständigkeit, sowie Resistenz gegen Wasser aufweist. Arbeitsplatten aus Granit werden meistens glatt poliert und sie werden nicht beschichtet. Durch die schöne Oberflächenstruktur dieses Naturgesteins sind Arbeitsplatten aus Granit sehr beliebt.
Kunststoff:
Kunststoff kann auch als Material für die Arbeitsplatte verwendet werden, allerdings ist dabei zu beachten, dass man dort keine heißen Töpfe oder Pfannen abstellt. Es sollte auch auf die Verwendung von bestimmten Reinigungsmitteln geachtet werden, da Nitro- oder Kunstharzverdünnungen sowie Scheuermittel nicht für die Reinigung solcher Arbeitsplatten geeignet sind.
Edelstahl:
Edelstahl kommt eher in Profiküchen zur Anwendung. Edelstahl kann man leicht reinigen, es ist robust und gegen Chemikalien unempfindlich. Durch seine schöne strukturierte und matte Oberfläche ist es außerdem sehr dekorativ. Da Edelstahl etwas kratzempfindlicher ist, muss man damit leben, dass sich mit der Zeit kleinere Kratzspuren zeigen. Diese Kratzspuren lassen sich aber problemlos weg polieren.
Holz:
Holz ist durch seine Natürlichkeit ein sehr beliebtes Material bei Arbeitsplatten. Wenn das Holz vernünftig versiegelt wird, ist es unempfindlich gegen Wasser, Fette, Essig usw. Man muss bei diesen Arbeitsplatten beim Gebrauch allerdings ein paar Dinge beachten. Auf Holz-Arbeitsplatten sollte man niemals direkt schneiden, da sonst die Beschichtung beschädigt werden kann. Es sollten auch keine heißen Pfannen und Töpfe direkt auf die Arbeitsplatte gestellt, sondern immer eine hitzebeständige Unterlage dazwischen gelegt werden.
Glas:
Arbeitsplatten aus Glas sind relativ neu auf dem Markt. In den normalen Einbauküchen wird dieses Material wahrscheinlich eher weniger vorkommen. Aufgrund der Oberflächenstruktur von Glas bilden sich keine Keime an der Oberfläche, was hygienisch gesehen optimale Bedingungen schafft. Auch die Reinigung geht sehr einfach, da man keine speziellen Mittel dazu benötigt.
Beton:
Arbeitsplatten aus Beton werden eher bei der Küchenplanung in extravaganten Haushalten vorkommen. Allerdings muss bei diesem Material beachtet werden, dass sich Flecken durch Rotwein, rote Beete Saft und Kaffee bilden können.
Wenn man sich eine neue Küche zulegen möchte, sollte man sich vorher bei seinem Küchenfachmarkt über die Materialien, die zur Verfügung stehen erkundigen. Je nach Beanspruchungsgrad und den jeweiligen Vorlieben, sollte die Arbeitsplatte in Absprache mit einem Fachmann ausgewählt werden.
Patrick Guede
E-Mail p.guede@webdeseo.com
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 07.01.2008 |
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