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Gesundheit


 

Gefahr durch Legionellen in Gebäuden?

von marek radowski; veröffentlicht am 10.11.2007
Seit 1976 ist sie in den USA bekannt, die Legionella pneumophila, einfach Legionärskrankheit genannt. Denn dort trafen sich 4000 Legionäre in Philadelphia, von denen plötzlich 220 Personen eine mysteriöse Form der Lungenentzündung hatten, von denen 34 Fälle zum Tode führten. Nach intensiver Forschung hatten die Wissenschaftler das unbekannte Bakterium isoliert - bis zu 40 Erreger sind bis heute als Legionärskrankheit nachgewiesen, von denen zwölf der menschlichen Gesundheit schaden.
Erkrankung und ihre Ursachen
Die Legionelleninfektion kann Fieber, Husten, Erkältungen, Muskel-, und Gelenkschmerzen, aber auch Durchfälle hervorrufen, bis hin zum bedrohlichen Pontiac-Fieber.
Das Bundesgesundheitsministerium spricht von 6000 bis 7000 Erkrankungen pro Jahr, in Deutschland sterben jährlich immerhin bis zu 4000 Menschen an der Legionellose.
Die stäbchenförmigen Bakterien gehören im Süßwasser zum natürlichen Bestandteil. Besonders gerne finden sie sich in Schwimmbecken, Duschanlagen, Whirlpools sowie in Klimaanlagen mit Luftbefeuchtung.
Da Legionellen ein warmes Umfeld suchen, gibt es sie auch in Leitungssystemen von Wohngebäuden, insbesondere Krankenhäuser, Kliniken, Heimen,
Massiv und Fertighäusern, Hotels, Saunaeinrichtungen und Produktionsbereichen, in denen mit Wasserstrahltechnik gearbeitet wird. Fließt in neuen Anlagen oder nach einer Sanierung, wie auch in saisonal betriebenen Anlagen z.B. Campingplätzen über längere Zeit kein Wasser, entstehen die besten Voraussetzungen für ihr Auftreten.
Vorsorge
Da die Infektion mittels Einatmung (Inhalation von kontaminiertem Aerosol aus der Umwelt) erfolgt, ist darauf zu achten, daß das Wasser immer auf eine genügend heiße Temperatur (ca 60 Grad) aufgeheizt wurde, damit die Bakterien absterben. Ist über längere Zeit kein Wasser in einer Leitung geflossen, so ist das Wasser über einen entsprechenden Zeitraum abfließen zu lassen, da sonst eine verstärkte Gefahr der Infektion entseht. Moderne thermische Systeme, die z.B. über Solar eine Vorerwärmung des Brauchwassers durchführen, bedürfen auch aus diesem Grund einer notwendigen Nachheizung beispielsweise durch einen Durchlauferhitzer. Dadurch werden die Bakterien schon vorab durch die große Hitze abgetötet.



Informationen zum Autor
Namemarek radowski
Emaildanwood[at]web.de
Anzahl Artikel1
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veröffentlicht am10.11.2007
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes