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Die LED - Eine kleine Diode setzt sich durch
von Rene Fuchs; veröffentlicht am 28.05.2008
Schon im 19. Jahrhundert hielt Ferdinand von Braun einen Vortrag über Stromleitung durch Kristalle. 1907 entdeckte dann H. J. Round das Phänomen der Lichterzeugung durch elektrische Anregung eines Festkörpers. Doch es dauerte noch weit bis ins 20. Jahrhundert, bis die Entdeckung praktische Anwendungen fand.
Im Jahre 1962, also gute 70 Jahre, nachdem Edison die Glühlampe vorstellte, wurden die ersten LEDs (Licht emittierende Dioden) entwickelt und auch kommerziell angeboten. Heute sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob am Fernsehgerät, im PC oder auf dem Display im Schaufenster, man findet sie an den verschiedensten Orten.
Auch wenn die Entwicklung mehr als vier Jahrzehnte später noch lange nicht abgeschlossen ist und immer wieder rasante Sprünge macht (man schaffte in jedem Jahrzehnt ungefähr eine Verzehnfachung ihrer Effektivität), lohnt sich bereits heute der Einsatz von Leuchtdioden für die unterschiedlichsten Anwendungen. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Gegenüber Halogen-Strahlern und vor allem der herkömmlichen Glühlampe verbraucht die LED wesentlich weniger Energie und erzeugt dabei auch viel weniger Wärme. Dazu kommt ihre Unempfindlichkeit gegenüber Erschütterungen sowie eine hohe Lebensdauer.
Simpel klingt ihre Funktionsweise: Der Strom wird durch Halbleiterverbindungen direkt in Licht umgewandelt. Bescheiden mit einer Lichtausbeute von gerade einmal 0,1 Lumen pro Watt gestartet, erreichen heutige LEDs bereits mehr als 100 Lumen/Watt und sind auf dem Wege, die Beleuchtungswelt entscheidend zu verändern.
Kein Wunder, dass sich an immer mehr Einsatzgebieten LEDs durchsetzen. Im Kraftfahrzeugbereich etwa deutet sich eine Ablösung der bisherigen Scheinwerfer durch Leuchtdioden an. Hersteller wie BMW und Audi setzen schon vor der Einführung des EU-weiten Tagfahrlicht-Gebots für Neuwagen im Jahre 2009 voll auf Leuchtstoffdioden. Auch praktische Gesichtspunkte sprechen dafür. So müssen die Lampengehäuse nach innen nicht mehr zugänglich sein. Und weil LEDs viel schneller ansprechen als Glühlampen, wird ihr Einsatz als Bremsleuchten zu einem echten Plus an Sicherheit. Auch viele Verkehrsampeln werden aus diesen Gründen auf den Betrieb mit LED-Bündeln umgerüstet.
Sehr interessant ist auch ihre Verwendung bei der Straßenbeleuchtung. Denn dabei kommt noch ein ganz spezieller Vorteil zum Tragen: Die Wellenlängen, auf denen das Licht der LED abgestrahlt wird, überschneiden sich nicht mit denen, welche Insekten nutzen, um sich auf ihren nächtlichen Flügen zu orientieren.
Aber nicht nur im Straßenverkehr überzeugt sie mit Sparsamkeit und Zuverlässigkeit. Die Leuchtdiode wird die Glühlampe in Taschenlampen schon bald komplett ablösen und auch im Wohnbereich setzt man immer mehr auf die innovative Technik.
Der künstliche Sternenhimmel, der so manchem Schlafzimmer eine behagliche Atmosphäre verleiht, ist wohl eine der bekanntesten Anwendungen. Etwas täuscht das milde Licht darüber hinweg, welche Intensität ein Strahler mit mehreren LEDs entwickeln kann. Man kann sie außerdem ganz gezielt einsetzen und der Entfaltung des persönlichen Geschmacks sind so kaum Grenzen gesetzt.
Es gibt LEDs mit Abstrahlwinkeln angefangen bei 25 Grad, wie auch Modelle mit einem Abstrahlwinkel bis zu 120 Grad. Sowohl eine komplette Ausstrahlung des Raumes als auch eine gezielte Beleuchtung wird dadurch möglich. Auch bestimmte Effekte, etwa das Anstrahlen eines Bildes oder die Beleuchtung von Vitrinen, stellen kein Problem dar. Und als wäre das noch nicht genug, kann mittlerweile auch fast jede Farbe erzeugt werden.
Neben den dekorativen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten sprechen auch andere Vorteile für die LED im Wohnbereich. Jeder kennt es: Eine Glühlampe beendet mit einem kurzen Knall ihr Leben und das meist genau dann, wenn es am unpassendsten ist. Bei einer LED gibt es keinen Hohlkörper, der implodieren könnte und von ihrer Lebensdauer kann eine herkömmliche Glühlampe nur träumen. Und wer in einer schwülen Sommernacht schon eine Weile neben der warmen Lampe sitzen musste, dürfte von der geringen Wärmeentwicklung der LED mehr als erfreut sein.
Wie man sieht, hat sich eine ganze Menge getan in den Jahrzehnten seit ihrer Erfindung. Und das Tempo der Entwicklung wird garantiert nicht geringer. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Leuchtdiode auch weiterhin ein mehr als spannendes und vielseitiges Thema bleiben wird.
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Informationen zum Autor
| Name | Rene Fuchs |
| Email | del-ko[at]gmx.de |
| Anzahl Artikel | 1 |
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 28.05.2008 |
| gelesen | 580 mal |
| Bewertung | 5.00 von 5.00 mit 2 Stimmen |
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