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Landschaften an der Elfenbeinküste
von Philipp Rüger; veröffentlicht am 10.08.2007
Die Republik (Republique de la Cöte d'lvoire) liegt in Westafrika etwas nördlich des Äquators. Im Westen wird das Land von Liberia und Guinea, im Norden von Mali und Obervolta und im Osten von Ghana begrenzt. Von Nord nach Süd erstreckt es sich über 600 Kilometer. Mit 322 463 Quadratkilometern ist die Elfenbeinküste um ein Drittel größer als die BRD, hat aber nur 8,9 Millionen Einwohner (1984). Hauptstadt ist seit 1984 Yamoussoukro, größte Stadt Abidjan (1,95 Millionen Einwohner).
Landesnatur. Die Oberfläche lässt sich in drei größere Einheiten gliedern: den Küstenraum, das zentrale und das westliche Hochland. Der östliche Teil des flachen Küstenraumes wird ähnlich der Ausgleichsküste der Ostsee - von Lagunen durchzogen, die in der jüngsten geologischen Zeit durch Abschnürung früherer Buchten durch Nehrungen entstanden. Das westliche Küstengebiet besteht aus felsigen Halbinseln mit dazwischenliegenden sandigen Buchten. Die Höhe des etwa 150-200 km breiten Küstenraumes beträgt durchschnittlich 200 m, erreicht jedoch auch 400 m.
Landeinwärts schließt sich das zentrale Hochland an, dessen durchschnittliche Höhe bei 200 bis 500 Metern liegt, das aus alten kristallinen und metamorphen Gesteinen des präkambrischen Sockels besteht, weitgehend eingeebnet ist und von einer Reihe von charakteristischen Inselbergen überragt wird. Als dritte morphologische Einheit reichen von Westen die Ausläufer des Guinea-Hochlandes in die Elfenbeinküste herein. Im Westen erreichen sie Höhen bis zu 1600 m, im Nordwesten bilden sie eine kuppige Hochebene von 1000 bis 1500 Meter Höhe.
Die Elfenbeinküste hat Anteil an drei verschiedenen Klimazonen. Im Süden des Landes herrscht äquatorialer Klimaeinfluss mit nur sehr geringen tages- und jahreszeitlichen Temperaturschwankungen (25-29 Grad Celsius) und sehr hohen, über das ganze Jahr verteilten Niederschlägen (1500 bis 2300 Millimeter). Landeinwärts schließt eine trockenere Klimazone an, in der die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ausgeprägter sind (14-39 Grad Celsius). Die jährliche Niederschlagsmenge liegt etwas über 1200 Millimetern, Höchstwerte treten im Juni und im September auf. Der nördliche Landesteil gehört bereits der südsudanischen Klimazone an. Hier liegen die Temperaturschwankungen zwischen 10 und 40 Grad Celsius. In der Sommerregenzeit fallen Niederschläge von 1200 bis 1400 Millimetern. Im feuchtwarmen Küstenraum herrscht auf den tertiären Roterdeböden der tropische Regenwald mit zahlreichen Nutzhölzern vor. Der sandige Nehrungsstreifen ist zumeist von Kokospalmen und Mangrovewäldern bestanden. Landeinwärts wird diese Vegetation mit der Abnahme der Niederschlagsmengen und der stärkeren Ausprägung der Trockenzeit von der Feuchtsavanne abgelöst, die in den nördlichsten Landesteilen in die Trockensavanne übergeht. Die Tierwelt des Landes ist sehr artenreich.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 10.08.2007 |
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