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Kindertagesbetreuung – Qualifizierung
von Andreas Reer; veröffentlicht am 20.02.2007
Nicht nur vom Bund, von Ländern und Kommunen werden Kindertagesbetreuungsplätze angeboten. Auch kirchliche und sozial-caritative Verbände, private Einrichtungen, Tagesmütter und unzählige Babysitter helfen mit, bei der Kinderbetreuung zu einer Komplettlösung zu kommen. Finanzielle Mittel, die der Bund für eine bessere Ausbildung des Erziehungs- und Betreuungspersonal zur Verfügung stellt, sollen - langfristig fest verankert - den Grundbaustein einer flächendeckend ausgebauten Kindertagesbetreuung bilden. Für die Suche nach geeigneter Kinderbetreuung werden bereits jetzt Computerprogramme in den Kommunen und Ländern eingesetzt. Sie helfen etwa mit einer Kinderbetreuungsbörse, schneller und effizienter fündig zu werden. In Ostdeutschland fast flächendeckend ausgebaut, konnten in Westdeutschland im Jahre 2005 nur knapp zehn Prozent aller Interessenten einen der begehrten KiTa-Plätze für ihre Kinder erhalten. Dies soll sich bis 2010 grundlegend ändern, ebenso wie die Öffnungszeiten für die Kindertagesbetreuung, die dann flexibler gestaltet werden. Bislang sind Bring- und Abholzeiten für die Kinder oft nur durch zusätzliche Babysitter von den Eltern organisierbar. Richtig problematisch wird es bei einer Erkrankung des Kindes. Auch wenn im günstigsten Falle hier bis zu 20 Krankheitstage von der Krankenkasse für die Ausfallzeit übernommen werden, stellt die Erkrankung Eltern doch meist unvorhergesehen vor einige Probleme: insbesondere wenn beide oder der jeweils Alleinerziehende berufstätig sind bzw. ist. Auch um hier Lösungen zu schaffen, wäre ein weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuung sinnvoll und zweckmäßig. Dem Arbeitsmarkt könnte das ebenfalls wertvolle Impulse geben.
Qualifizierte Kinderbetreuer sind wichtig; ihnen sollten Jobs mit einer guten Ausbildung so einfach wie möglich gemacht werden. Schließlich sollen Kinder bereits in ihrer frühkindlichen Phase erlernen, wie wichtig die soziale Komponente im täglichen Miteinander ist; sie sollen lernen, sich in andere Menschen einzufühlen. Auch Kommunikation und Kooperation, Konfliktfähigkeit sind wichtig und entscheidend, um später im sozialen Kontext verantwortlich und couragiert zu handeln. Dabei ist es von allergrößter Bedeutung, dem Kleinkind verlässliche Beziehungen und emotionale Zuwendung zu schenken, es zu stärken, um es fürs Leben und all seine Perspektiven zu öffnen. Hierzu gehört nicht zuletzt auch Verständnis für Toleranz und Integration, dem Kinde dies nicht nur beizubringen, sondern es ihm aktiv vorzuleben. Der Umgang mit Behinderten, sozial Benachteiligten und Ausländern wird zur sozialpädagogischen Aufgabe und wird der Tätigkeit in der Kindertagesbetreuung einen steigenden Stellenwert verleihen. Kinder sind unsere Zukunft und es sollte keinesfalls versäumt werden, für sie die Weichen in eine positive Richtung zu stellen!
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 20.02.2007 |
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