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Wenn keine DSL Verfügbarkeit gegeben ist
von Thorsten Schmitt; veröffentlicht am 07.02.2008
Nach wie vor gibt es weiße Flecken auf der DSL Landkarte. Wenn kein DSL verfügbar ist, muss sich der Kunde umständlichere Alternativen suchen.
In Deutschland können deutlich über 90 Prozent der Bevölkerung einen schnellen Internetanschluss via DSL bekommen. Zwar ist nicht überall die höchste Bandbreite verfügbar, doch zumindest das "DSL light" genannte und verhältnismäßig langsame DSL mit 384 Kbit/s im Downstream ist als letzte Möglichkeit in allen Anschlussgebieten der DSL Anbieter zu haben. Kunden, die DSL light bestellen, sollten jedoch beachten, dass sie genauso viel zahlen müssen wie für den nächsthöheren regulären Anschluss mit 1000 Kbit/s. Weniger als 384 Kbit/s vergibt zumindest der Ex-Monopolist Deutsche Telekom nicht unter dem Label DSL, und auch dieses DSL light gibt es offiziell gar nicht. Wenn ein Kunde zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt ist, macht die Telekom ihm das Angebot, DSL light zu nutzen. Regulär bestellen kann man es nicht.
Doch wenn auch das nicht geht, einfach weil in der eigenen Gemeinde kein DSL und auch kein Fernsehkabel verlegt wurde, muss man sich Alternativen suchen, will man nicht in der Internet-Steinzeit verharren. So ist es beispielsweise vielerorts möglich, per Funk, beispielsweise mit Hilfe der WLAN Technik, einen schnellen Anschluss zu bekommen. Allerdings kann es geografische Hindernisse geben, die eine Funkverbindung nicht ermöglichen. Wenn etwa viele Bergketten das Land durchschneiden, ist ein WLAN Zugang manchmal nicht machbar. Ersatzweise kann man auf die Satellitentechnik zurückgreifen, die unabhängig vom Wohnort überall verfügbar ist. Diese ist allerdings merklich teurer als ein terrestrischer DSL Anschluss und auch teurer als ein WLAN Zugang. Zudem fallen Kosten für die Hardware an, die allerdings im Rahmen von Angeboten manchmal vom Provider übernommen werden.
In der so genannten DSL Diaspora hat man in der Tat keine andere Wahl, als sich mit Funk- oder Satellitentechnik zu behelfen. Denn die großen DSL Provider, allen voran die Telekom, haben unmissverständlich klargemacht, dass es in dünn besiedelten Regionen nicht wirtschaftlich sei, DSL auszubauen. Die Konzerne würden keine ausreichenden Gewinne einfahren. Somit wird also ein kleiner Teil Deutschlands immer ohne DSL bleiben. Allerdings sind alternative Wettbewerber und auch Regierung sowie Kommunen dabei, die digitale Spaltung überwinden zu helfen - allerdings mit den genannten Alternativen, nicht mit DSL. Es sei denn, man macht es wie die Gemeinde Hegensdorf und gräbt sich seine DSL Trasse einfach selbst...
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 07.02.2008 |
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