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Bauen & Wohnen


 

Kalksandstein

von Holger Renn; veröffentlicht am 04.02.2007
Kalksandstein war schon vor 400 Jahren ein begehrtes Baumaterial und daran hat sich bis heute kaum was geändert. Obwohl es auch noch natürlichen Kalksandstein gibt, greift man heute lieber auf die industriell gefertigte Kalksandsteine zurück. Der vorteile von künstlichen Kalksandsteinen sind die verschiedenen Formen, die sich leichter verarbeiten lassen.
Für die Herstellung von Kalksandsteinen werden keinerlei Chemikalien verwendet, was gerade in der heutigen Zeit für dieses Baumaterial spricht.
Das Mischungsverhältnis von Kalk und Sand ist 1: 12. Um diese riesigen Mengen, die an Sand benötigt werden, nicht kilometerweit transportieren zu müssen, liegen die Abbaustätten in der Nähe der Kalksandsteinwerke.
Sind die Abbaustätten erschöpft, werden sie Aufgearbeitet und von manchen Herstellern zur verfügung gestellt, damit die Fläche als Biotop oder Erholungsgebiet genutzt werden kann.
Um die unterschiedlichen Kalksandsteine herzustellen, geht man wie folgt vor.
Die drei Komponenten (Kalk Sand und Wasser) werden vermischt, danach wird die Masse in Formenkästen gegossen und verdichtet. Der Rohling kommt dann in einen Härtekessel und wird unter ca.16 bar Dampfdruck und 200°C gehärtet.
Kalksandsteine können für Außen- ebenso wie für den Innenausbau verwendet werden. Wegen seiner hohen Rohdichte ist er schalldämmend und Wärmeisolierend. Da der Kalksandstein nicht brennbar ist, erfüllt er auch alle Ansprüche für eine Brandschutzmauer.
Auch bei der Verwertung von ausgedienten Kalksandsteinen wird unsere Umwelt in keiner Art verschmutzt oder belastet. Bis auf den allerletzten Krümel wird der Kalksandstein weiter verwertet. Für Erd-, Straßen und Wegebau werden die ausgedienten Steine als Füllmaterial benutzt oder sie gehen gleich zurück in ein Kalksandsteinwerk. Dort werden die Brocken erst zermahlen, dann zu den drei Komponenten gemischt und zu neuen Kalksandsteinen verarbeitet. Ein Kreislauf der sich immer wiederholen lässt und gut für unsere Umwelt ist. Für den Aufbau einer Hausfassade aus Kalksandstein gibt es neben den normalen weißen Steinen auch gefärbte. Den Kalksandstein gibt es in schwarz, rot und blau sowie als glatt oder bossierter Außenfassadenstein - das ist aber allein eine Frage des Geschmackes.


Informationen zum Autor
NameHolger Renn
Emailhrenn[at]gmx.de
Homepagewww.bauunternehmen.com
Anzahl Artikel1
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veröffentlicht am04.02.2007
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes