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Kalkfarbe und Naturharz-Dispersionsfarbe

von Markus Boos; veröffentlicht am 09.09.2007
Weiße Wandfarbe ist die am häufigsten verwendete Wandfarbe. Viele Menschen setzen dabei Wandfarbe mit Dispersionsfarbe gleich. Und tatsächlich hat Dispersionsfarbe den mit Abstand größten Anteil an den Wandfarben. Doch die anderen Wandfarben und allen voran die Kalkfarbe führen zu unrecht ein Schattendasein. Denn gerade Kalkfarbe weist eine Reihe von Vorteilen auf, die sie heute wieder interessant macht. Besonders erwähnenswert ist dabei die desinfizierende Wirkung der Kalkfarbe. Sie beruht auf der stark alkalischen Wirkung des Kalkes und sorgt dafür, dass beispielsweise Schimmel keine Chance hat. Ein weiterer Vorteil von Kalkfarbe sind die natürlichen Inhaltsstoffe. Denn der Kalk dient sowohl als Farbpigment als auch als Bindmittel. Lösemittel sind deshalb nicht erforderlich.
Während Kalkfarbe früher ausschließlich aus Sumpfkalk bestand (in einer Grube wurde Branntkalk abgelöscht und fürmehrere Monate „eingesumpft“), werden heute weitere Zusätze wie Kreide, Zellulose, Trass oder auch Titandioxid zugesetzt. Damit wird einerseits erreicht, dass sich die Kalkfarbe besser verarbeiten lässt und andererseits die Deckkraft der Farbe erhöht.
Eine weitere neue mineralische Farbe ist die Silikatfarbe. Als Bindemittel dient bei ihr Wasserglas (Natrium- bzw. Kaliumsilikat). Wasserglas weist nach dem Trocknungsvorgang eine sehr hohe Haftfähigkeit auf, wewegen Silikatfarbe sehr strapazierfähig ist. Dies macht sie besonders gut als Fassadenfarbe geeignet.
Will man dennoch auf eine Dispersionsfarbe zurückgreifen, so sollte man eine Naturharz-Dispersionsfarbe wählen. Als Bindemittel werden hier keine Kunstharze sondern Naturharze verwendet. Diese stammen von verschiedenen Baumarten. Verwendet man die Naturharz-Dispersionsfarbe eines Naturfarbenherstellers, so werden die Inhaltsstoffe in der Regel voll deklariert. Dies hat den Vorteil, dass man genau weiß, welche Stoffe für die Herstellung der Farben verwendet wurden. Im Falle der Naturharz-Dispersionsfarben sind dies meist Kreide und Titandioxid als Farbpigmente, Zellulose und Talkum als Füllstoff und Borsalze und pflanzliche Öle zur Konservierung. Unter den oben vorgestellten Wandfarben ist die Naturharz-Dispersionsfarbe am universellsten einsetzbar.


Informationen zum Autor
NameMarkus Boos
Emailmb-netz[at]onlinehome.de
Homepagewww.mb-netzwerk.de
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veröffentlicht am09.09.2007
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