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Ernährung


 

Kaffeesorten

von Stefan A. Böttcher; veröffentlicht am 20.11.2007
Die beiden am häufigsten verwendeten Kaffeesorten sind die Bohnen Coffea arabica und Coffea robusta. Beide machen etwa 99% des Welthandels aus.

Die Coffea arabica, wegen der Anbauhöhe auch Bergkaffee genannt, gilt als die hochwertigere der beiden Sorten, da sie einen höheren Anteil an Kaffeeölen und dadurch einen besseren Geschmack hat. Allerdings enthält sie nur etwa halb so viel Koffein wie die Robusta und wirkt dadurch nicht so anregend.
Die Pflanze ist recht anspruchsvoll, da sie sehr empfindlich gegen Hitze und starke Sonneneinstrahlung ist. Sie wird fast überall zwischen dem 23. Grad nördlicher und dem 25. Grad südlicher Breite angebaut, vor allem in Mittelamerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Am besten gedeiht sie in Höhen zwischen 1500 und 1800 Metern.

Die Coffea robusta ist bei den Verbrauchern nicht so beliebt, da sie zwar wesentlich mehr Koffein enthält, aber viel weniger Aroma hat. Doch sie ist, wie der Name schon sagt, wesentlich robuster. Sie kann Sonne und Wärme besser vertragen und wächst auf einer Höhe von 200 – 600 m. Sie ist zudem widerstandsfähiger und ertragreicher als die Arabica.
Die meisten heute verkauften Kaffees sind Mischungen zwischen beiden Sorten, eine Ausnahme bilden hier spezielle edle Mischungen, wie beispielsweise die Hochlandkaffees. Sie bestehen nur aus Arabica Kaffeebohnen.

Eine ganz besondere, wenn auch ungewöhnliche Kaffeesorte ist der Kopi Luwak oder Katzenkaffee. Er stammt von den Inseln Java, Summatra und Sulawesi, die zu Indonesien gehören. Die Bohnen werden vom Fleckenmusang, einer Schleichkatzenart, gefressen und wieder ausgeschieden. Die Tiere verdauen nur die rote Schale, während die eigentliche Bohne unverdaut wieder ausgeschieden wird. Durch die Enzyme im Magen sind sie einer Nassfermentation ausgesetzt, was den Bohnen ihren typischen Geschmack verleiht, der von dem Schauspieler John Cleese als „erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade“ beschrieben wurde. Anschließend werden die Bohnen kräftig gesäubert und nur leicht geröstet.


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NameStefan A. Böttcher
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veröffentlicht am20.11.2007
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