|
|
   |
Kabel Internet - Internet über das Fernsehkabel
von Sebastian Vogt; veröffentlicht am 09.01.2008
Internet ist heute eins der wichtigsten Kommunikations- und Informationsmedien. In der Schule, im Studium, in vielen Berufen wird mittlerweile ein heimischer Internetzugang vorausgesetzt. Ohne diesen kann man seine Hausaufgaben nicht machen, sich nicht auf die nächste Vorlesung vorbereiten oder dem Chef am nächsten Tag nicht die gewünschte Auskunft geben.
Die Wege ins Internet sind verschieden und haben sich natürlich mit der Zeit weiterentwickelt. Vor Jahren war es noch üblich mit einem Modem ins Netz zu gehen. Ein kleines Gerät (manchmal intern im Rechner, manchmal als externes Gerät) wurde an die Telefonbuchse angeschlossen, klinkte sich mit skurrilen Geräuschen ins Internet ein, legte dabei gleichzeitig den Anschluss für Anrufe lahm und ermöglichte dann eine langsame Bewegung auf den Seiten der weiten, weiten Welt. Vor Jahren war ein Modem durchaus akzeptabel (im Gegensatz zu heute): Webseiten waren in der Regel nicht so komplex wie heute und man war damals anscheinend eher gewillt, auch länger zu warten, bis sich die angeforderte Seite auf dem eigenen Rechner präsentierte. Wer jedoch mit einem Modem ins Internet ging, konnte nicht gleichzeitig angerufen werden. Es konnten auch nicht mehrere Rechner gleichzeitig über denselben Telefonanschluss ins Internet gehen. Wer darauf angewiesen war, zur selben Zeit telefonieren und mehrere Rechner ins Netz schicken zu können, der hatte ISDN. Aber ISDN ist nach heutigen Maßstäben der Datenübertragung nicht mehr sinnvoll. Wer Downloads im großen Stil macht oder mehrere Seiten im Internet gleichzeitig öffnen will, der bekommt mit seinem ISDN schon mal Probleme. Seit ein paar Jahren gibt es DSL. Schnell, preiswert und zeitgemäß. Jedoch mit zwei Nachteilen: wer bereits moderne Glasfaserkabel in seinem Haus hat, der kann kein DSL beziehen. DSL läuft auf Kupferkabel. Der zweite, schwerwiegende Nachteil des DSL ist, dass man einen Festnetzanschluss braucht. In der heutigen Zeit, in der viele Menschen über Mobilfunkverträge verfügen, die einen normalen Festnetzanschluss überflüssig und sogar sinnlos machen, ist es angebracht, die unbedingte Kopplung von Festnetz und Internet endlich aufzuheben. Das ist nun der Fall.
Neben Modem, ISDN und DSL, die alle auf der Basis des Telefonanschlusses funktionieren, kann man mittlerweile auch über das Fernsehkabel ins Internet gehen. Das nennt sich Kabel Internet und meint eben Internet ohne Telekom Festnetz. Deutschlandweit sind primär drei große Anbieter für die jeweiligen Wohnlagen verantwortlich. In den Bundesländern Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Rheinland Pfalz und das Saarland. In Baden-Württemberg ist der Anbieter Kabel BW und in NRW und Hessen Unitymedia. Kabel Deutschland bietet nun die Möglichkeit, den Kabelanschluss nicht bloß zum Fernsehen zu nutzen, sondern auch zum Telefonieren (Kabel Telefonie) und für das Internet (Kabel Internet). Hier kann man entweder Komplettpakete beziehen, die alles abdecken, oder aber nur die einzelnen Angebote (Kabel Fernsehen, Kabel Internet oder Kabel Phone) nutzen. Der große Vorteil besteht hier darin, dass jemand, der nur Internet braucht, auch nur dieses bekommt und bezahlt. DSL ohne Festnetz beziehungsweise DSL ohne Telekom Anschluss ist damit möglich. Er hat keine lästigen Gebühren für einen Festnetzanschluss mehr, den er sowieso nicht nutzt. Mit Kabel Internet kann man schnell und bequem im Netz surfen. Voraussetzung ist hier allerdings ein bereits modernisierter Breitband-Kabelanschluss. Wer sich informieren will, sollte einfach mal die Seite von Kabel Deutschland oder anderen betreffenden Anbietern besuchen, die Verfügbarkeit testen und sich über die möglichen Angebote bezüglich Kabel Internet informieren.
|
   |
|
|
   |
Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 09.01.2008 |
| gelesen | 925 mal |
| Bewertung | 1.00 von 5.00 mit 1 Stimmen |
| Ihre Bewertung |
|
|
   |
|
|
|
|