|
|
   |
HandyTV auf dem Vormarsch
von Leo Mahler; veröffentlicht am 20.05.2008
Unter dem Begriff HandyTV versteht man Fernsehen, dass über ein mobiles Gerät wie z.B. einem Handy empfangen werden kann. Das ist nicht das gleiche wie WEB-TV. Darunter versteht man TV-Programme auf einem Webportal, die man über einen Livestream oder wahlweise auch als Download auf irgendeinem Internetempfänger anschauen kann. Die allermeisten Handies sind zwar in der heutigen Zeit mit einem Internetanschluss ausgestattet und bieten auch komfortable Display- und Klangqualitäten um WEB-TV nutzen zu können, dies bringt jedoch gegenüber HandyTV eine Reihe von Nachteilen mit sich. Als erstes wären da die Kosten, die entstehen, wenn man sich mobil über ein Mobilfunknetz wie z.B. UMTS ins Web einwählt. Pauschalangebote sind im Mobilfunkbereich noch weit geringer üblich und im Vergleich kostspielliger als Internetflatrates im Festnetz. Darüber hinaus eigenen sich Mobilfzunknetze in technischer Hinsicht nicht gerade zur Übertragung von TV-Daten, da sie eine eins zu eins Verbindung aufnehmen. Das heisst jeder Kommunikatinsteilnehmer ist Sender und Empfänger zugleich. Das kling auf den ersten Blick gut bringt aber mit sich, dass die nutzbare Bandbreite unter den Netzteilnehmern aufgeteilt wird. Die Menge der Kommunikatinsteilnehmer ist demnach von vorne herein bis zu einem gewissen Punkt begrenzt. Aufgrund dessen wurde für HandyTV spezielle Übertragungsnetze aufgebaut - zunächst DMB (Digital Multimedia Broadcasting) und später DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds).
Bei der Übertragung über Rundfunk-Netze wird, genau wie beim klassischen Fernsehempfang, ein Rundfunksignal an alle Teilnehmer ausgestrahlt, ohne das die Anzahl der Empfänger die Übertragungskapazität beeinträchtigt. Für die Empfänger steht dabei allerdings kein Sendekanal zur Verfügung. Für interaktive Teilnahme am Programm müssen dann nach wie vor die Funknetze verwendet werden. Darüber hinaus kann man über Rundfunknetze ausschließlich Übertragungen per Stream verwirklichen, bei denen sich der Nutzer in ein kontinuierlich laufendes Programm einwählt. Ein Non-Lineares Angebot ist dagegen technisch nicht zu realisieren. Derzeitig wird in Deutschland ein flächendeckendes DVB-H Netz installiert. Für eine Gebühr von schätzungsweise 5 bis 10 Euro pro Monat kann man bis zu 20 Fernsehkanäle per Handy empfangen.
Eine weitere Möglichkeit für mobiles TV ist der Empfang von TV Signalen per DVB-T. DVB-T ist in den meisten Großstädten empfangbar. Bis vor kurzum galt DVB-T als zu stromhungrig für Handies. Mittlerweile gibt es aber auch Handies, mit DVB-T Empfang.
|
   |
|
|
   |
Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 20.05.2008 |
| gelesen | 580 mal |
| Bewertung | 0.00 von 5.00 mit 0 Stimmen |
| Ihre Bewertung |
|
|
   |
|
|
|
|