Handwerkerportal im Internet: So funktioniert es
von Sabrina Fries; veröffentlicht am 14.07.2007
Was tat man früher – in der Zeit, bevor es das Internet gab – wenn man einen Auftrag an eine Handwerksfirma zu vergeben hatte? Man machte eine Ausschreibung und setzte sie in die Zeitung, oder man holte das Branchenbuch hervor und fing an rumzutelefonieren. Beide Methoden waren vergleichsweise zeitaufwendig. Heutzutage, in der Internetära, ist die Auftragsvermittlung um einiges unkomplizierter. Man stellt den Computer an, geht in eine Suchmaschine, gibt einen Begriff wie Handwerkerportal, Handwerkerauktion oder Handwerkerbörse ein, macht sich rasch mit der Webseite vertraut (alles ist sehr gut erklärt!) und gibt anschließend den zu vergebenden Auftrag dort ein. Dann wartet man, und zwar auf Gebote von Firmen, die den Auftrag erledigen wollen. Wenn die Auktion beendet ist, sichtet und vergleicht man die Gebote und entscheidet sich schließlich für eines von ihnen. Ist – was jedoch erfahrungsgemäß nur selten vorkommt – keins dabei, mit dem man zufrieden ist, kann man eine weitere Auktion durchführen; dass heißt, man ist zu keinem Zeitpunkt dazu verpflichtet, ein Gebot (und sei es preislich noch so günstig) auch tatsächlich anzunehmen.
Solch eine Online Auktion hat übrigens nicht nur den Vorteil der Zeitersparnis; sie erhöht auch die Chancen, an eine gute, verlässliche Firma zu heranzukommen. Hat eine Firma einen Auftrag per Online Auktion ersteigert, erhält sie nach getaner Arbeit von ihrem Auftraggeber eine Beurteilung; und da die meisten Firmen, die sich einen Auftrag im Handwerkerportal sichern, dies regelmäßig tun, werden sie natürlich alles daran setzen, gute Arbeit abzuliefern, um positiv bewertet zu werden. Sonst ist ihr Rating, und damit die Möglichkeit, weitere Aufträge zu bekommen, sehr schnell dahin.
Und noch einen großen Vorteil hat die Auftragsvergabe übers Handwerkerportal: Dass mehrere Kunden um den Auftrag wetteifern, treibt für gewöhnlich den Preis nach unten. Für die Handwerksfirma natürlich ein gewisser Nachteil; aber immer noch viel, viel besser, als gar nichts von dem Auftrag gehört und daher ohne Arbeit dagestanden zu haben.
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