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Haartransplantationen als Abhilfe beim Haarausfall
von Sonja Kraus; veröffentlicht am 20.05.2007
Von den etwa 20 Millionen Menschen, die allein in Deutschland von Haarausfall betroffen sind, sind die wenigsten sonderlich glücklich darüber. Die Gründe, warum mehr Haare in der Bürste oder im Abfluss landen, als wieder nachwachsen, sind sehr unterschiedlich.
In manchen Fällen beginnen die Haare nach einer Weile wieder zu sprießen. Das kann zum Beispiel nach Stress oder Fehlernährung der Fall sein. Auch nach einer durchaus verbreiteten Erkrankung, dem kreisrunden Haarausfall (wissenschaftliche Bezeichnung: alopecia areata), wachsen wenig später neue Haare nach.
Was aber, wenn die Haare dauerhaft ausfallen? Bei Operationen oder nach Unfällen können um Narben herum unschöne kahle Stellen zurückbleiben. Und am weitesten verbreitet ist ohnehin der erblich bedingte Haarausfall (alopecia androgenetica). Diese Form des Haarausfalls wird durch zu viel des Hormons DHT und eine ererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel dagegen ausgelöst. Diese verkümmern, die Wachstumsphase des Haars ist dadurch stark verkürzt. DHT entsteht aus dem Männlichkeitshormon Testosteron.
In letzterem Fall versucht man oft, das DHT mit Hilfe von Medikamenten und Hormonen zu hemmen und so den Haarwuchs wieder anzuregen. Wird diese Behandlung allerdings irgendwann abgebrochen, lässt auch der Haarwuchs wieder nach.
Eine weitere und wesentlich nachhaltigere Möglichkeit, der Glatze ein Schnippchen zu schlagen, ist eine Haartransplantation. Dabei sollte vorzugsweise Eigenhaar zum Einsatz kommen, das wesentlich besser von der Kopfhaut angenommen wird als Fremdhaar oder gar Kunsthaar. Die Entnahme stellt kein großes Problem da, da der androgenetische Haarausfall typischerweise nur bestimmte Regionen des Kopfes betrifft, etwa den hinteren Tonsurbereich oder die Geheimratsecken. Am unteren Hinterkopf hingegen steht genug weiterhin dichtes Haar zur Verfügung.
Die Methoden, die bei einer Haartransplantation zum Einsatz kommen, sind unterschiedlich. Weite Verbreitung hat die Strip-Methode gefunden. Ganze Hautstreifen werden hierbei herausgeschnitten, entsprechend präpariert und wieder eingepflanzt.
In den USA ist die Haartransplantation als Beauty-Eingriff schon sehr verbreitet, Deutschland zieht nach. Dabei legen sich nicht nur Prominente unters Messe, bei denen gutes Aussehen zum Beruf gehört. Auch ganz normale Menschen helfen der Natur auf die Sprünge und genießen so dauerhaft ein Leben ohne Glatze.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 20.05.2007 |
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