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Computer


 

Kurze Geschichte der Computerspiele

von Julian Dziki; veröffentlicht am 09.12.2007
1958 entwickelte ein Physiker namens William W. Higginbotham das erste interaktive Computerspiel Tennis for two. Er programmierte es an einem Oszillographen und die Grafik beschränkte sich auf zwei Linien und einem beweglichen Punkt. Drei Jahre später erfand Steve Russel, inspiriert durch den russischen Kosmonauten Juri Gagarin das Spiel Space War, das man auf dem PDP1-Computer spielen konnte. Diese beiden Spiele waren aber keineswegs weit verbreitet: Man ordnete sie eher unter der Rubrik Kuriositäten ein.

1972 erschuf Al Alcorn PONG!, ein Spiel, das neuerdings Töne wie Applaus und Pfiffe wiedergeben konnte. Es war das erste Spiel, das flächendeckend auf der ganzen Welt mit Spielautomaten verbreitet wurde. Da es damals noch keine Spielhöllen wie im heutigen Sinn gab, standen diese Automaten oft vor Supermärkten oder in Kneipen.
1975 folgten die ersten textbasierenden Rollen- bzw. Abenteuerspiele, die von Gregory Yong mitentwickelt wurden. Hierbei konnte man interaktiv agieren, indem man die Handlung selbst durch Texteingabe vorantrieb. Grafik hatten diese Spiele meist gar keine – sie waren nur durch die Textereignisse spannend.

Seit etwa 1984 boomte die Videospiel-Branche. Das Nintendo Entertainment System (NES) veränderte die Zielgruppe der Spieler. Nun waren es Kinder, die am meisten spielten. Lange Zeit setzte man deswegen Computerspiele mit Kindern gleich – diese Entwicklung verdankt man den Konsolen der 90er Jahre. Mittlerweile hat sich diese „Kinderspielwelle“ aber zurückbewegt und Computerspiele werden wieder „erwachsener“ angesehen. Im negativen Sinne kann man das der Killerspiel Debatte zuschreiben, die durch eine leider oftmals völlig einseitige Sichtweise das Augenmerk auf Spiele für Erwachsene lenkte.

Seit den 90er Jahren lässt sich ein stetiger Anstieg des Computerspiele Marktes erkennen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Aus einer kleinen verschworenen Gemeinde ist ein Milliarden-Markt geworden. Kinofilme mit PC Helden wie Lara Croft, Merchandising verschiedenster Art wie Gamer T Shirts oder Game Caps und Mass Multiple Online Role Play Games (MMORPG’s) mit Spielegemeinden von bis zu neun Millionen Mitgliedern pro Spiel zeigen, dass die Entwicklung der Computerspiele noch lange nicht an ihrem Ende angelangt ist.


Informationen zum Autor
NameJulian Dziki
Emailjulian.dziki[at]onlinehome.de
Homepagewww.i-love-shirt.de/
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veröffentlicht am09.12.2007
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes