von Egon Friis Hansen; veröffentlicht am 01.03.2008
Für Menschen, die gern schreiben würden, aber „den Dreh nicht finden“.
Lieber Leser,
vor mehr als einem Jahr fing ich an ein Buch zu schreiben. Ich wollte es aus zwei Gründe machen. Erstens um einige, lang zurückliegende negative Erlebnisse aufzuarbeiten und zweitens, um meine persönliche Meinung über so manche Dinge in unserer Gesellschaft kund zu tun und vor allem, Vorschläge zu Verbesserungen zu machen. Das alles wollte ich in einen Krimi einbringen. Als ich anderen davon erzählte, bekam ich oft zu hören: „Ich wollte auch immer was schreiben, bin aber nicht dazu gekommen.“ Ich nahm dann weitere Untersuchungen zu diesem Thema vor, hier was ich entdeckte:
„Viele Menschen träumen davon ein Buch zu schreiben, kommen aber nicht dazu. Das ist schade. Wir alle haben so viel zu erzählen. Wir haben so viele Erfahrungen, so viele Erlebnisse, so viel Wissen, das wir von Anfang bis jetzt gesammelt haben, so viel Fantasie, Träume, Visionen. Es ist schade, dies alles für uns selbst zu behalten. Viele andere Menschen können davon lernen, profitieren, sich Inspiration holen, Motivation bekommen, Unterstützung und Mut finden, Sachen zu tun, die wir sonst nicht tun würden. Viele Menschen möchten so gern wissen woher sie kommen. Was haben deren Eltern und alle vor denen erlebt. Wie haben die gelebt? Wenn wir das nicht niederschreiben als Familiensaga, werden unsere Kinder und Enkelkinder es nie erfahren.
Buch oder Bücher schreiben sind die Zauberwörter. Wenn wir das erlebte zu Papier bringen und es drucken lassen, ist es verewigt. Es kann nicht gelöscht werden. Es vergeht nicht.
Kennen wir die Geschichte unserer Stadt? Unserer Strasse? Unserer Region? Woher kommt der Name? Was war hier vor uns?? Lasst uns die Menschen fragen, die es wissen, solange sie noch hier sind. Wenn sie nicht mehr unter uns weilen, ist es zu spät. Gerade ältere Leute haben so viel erlebt, kennen so viele Hintergründe für das Leben heute und können eine ganze Menge von unseren Warums beantworten. Es lohnt sich, die Antworten einzusammeln und zu Papier zu bringen. Als Kind, Teenager und als junger Mensch haben wir andere Interessen. Eines Tages aber stellen alle die gleiche Fragen. Woher komme ich? Was war vor mir?
Es gibt so viele wunderbare Gedichte, Verse und Reime, die noch nicht geschrieben sind. Sie werden von Generation zu Generation weitererzählt oder liegen in Schubläden als hand-geschriebene lose Blätter. Sie kommen nie weiter und gehen eines Tages verloren.Gedichte schreiben ist etwas ganz Besonderes. Da werden Erlebnisse jeder Art festgehalten in einer Form, die einmalig ist. Eine Form, die nicht nur das Gedicht schön formuliert, sondern auch viel erzählt über die Person, die es geschrieben hat. Das ist das Wunderbare an Gedichten, Versen und Reimen. Sie erzählen so viel in und zwischen den Zeilen und durch die gewählten Wörter. Gedichte sind etwas, das leicht in Erinnerung bleibt, weil sie durch die Schreibform einfach zu behalten sind.
Warum werden nicht mehr geschrieben, mehr fantasievolle Romane, Abenteuer und Science Fiktion? Viele Leute haben Angst davor. Trauen sich nicht oder haben Angst, dass sie es nicht alleine schaffen. Oft hört man „Ich habe oft daran gedacht ein Buch zu Schreiben, komme aber nicht dazu“. Da fehlt der kleine Schub, die kleine Hilfe.
Schreiben und erzählen können viele. Das Buch drucken hält auch viele zurück. Wie geht das? Wie wird es zu einem Buch und was kostet es? Das alles sind praktische Fragen, die Menschen davon abhalten können, ein Buch alleine zu schreiben. Vielleicht hat man nicht Material für ein ganzes Buch!! Eine Menge Entschuldigungen sind möglich und halten davon ab los zu legen. Schade ist es. Viel zu viel Wissen, Geschichte sowie Sach- und Erlebnisbeschreibungen werden nicht festgehalten und gehen verloren“