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Finanzen


 

Geldanlagen in Zeiten der Finanzkrise

von Tina Gase; veröffentlicht am 04.12.2008
Wer Geld hat, der hat keine Sorgen. Das zumindest könnte man meinen. Heute gilt das jedoch nicht mehr uneingeschränkt. Denn Angst vor dem Verlust eigener Geldanlagen macht sich breit.

Im Moment tut sich einiges am Kapitalmarkt. Geldanlagen werden umgeparkt – auf andere Banken verschoben oder sogar unter die eigene Matratze. Das Vertrauen in die Kreditwirtschaft hat gelitten. Kaum jemand vertraut seiner Bank ohne weiteres seine Geldanlagen und damit auch seine Altersvorsorge an. Auf der anderen Seite können nur die wenigsten sagen, wo das eigene Geld am sichersten aufgehoben ist. Viele Experten geben Ratschläge, aber wem kann man trauen. Und außerdem: Was ist die Staatsgarantie wert, welche uns die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister im Herbst 2008 in Bezug auf Geldanlagen gegeben haben?

Geldanlagen bei Lehmann-Brothers? Totalverlust ist wahrscheinlich
Einige Menschen in Deutschland haben Teile ihrer Geldanlagen tatsächlich bereits verloren. Aber wo lag deren Fehler? Oder haben „nur“ die Banken bzw. die Politiker Fehler gemacht? Beispiel Lehmann Brothers: Eine große US-Bank geht Pleite. Das hatte der amerikanische Staat damals zugelassen – ein großer Fehler, wie man heute weiß. Schließlich war die Bank „systemrelevant“, d.h. ihre Insolvenz beeinflusste den gesamten Finanzmarkt. Und das galt auch für die deutschen Sparer, die sich, beispielsweise von der Citibank, von der Anlage in Lehmann-Zertifikate überzeugen ließen. Wahrscheinlich sind deren Geldanlagen unwiderruflich weg. Auch wer sein Geld bei der isländischen Kaupthing-Bank anlegte, zitterte monatelang um seine Anlagen. Schließlich hatte die Bank eine Filiale in Frankfurt am Main eröffnet und gute Zinsen angeboten. Aber auch sie wurde von der Finanzkrise massiv beeinflusst und in den Strudel gezogen.

Geldanlagen in Sachwerte als einziger Ausweg?
Wer grundsätzlich Angst um seine Geldanlagen hat, der sollte sein Geld in einer Bank oder Sparkasse anlegen, die dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehört. Mitglied sind dort alle bekannten deutschen Banken, aber auch zum Teil Kreditinstitute mit ausländischen Wurzeln wie die ING Diba. Nach heutigem Ermessen sind Geldanlagen sicher, die in solchen Banken getätigt wurden. Aber wer selbst das nicht vertrauenswürdig genug findet, der muss in Sachwerte „fliehen“. Entweder in ein Haus oder Grundstück oder aber in Gold. Der Haken dabei: Je mehr Personen nachfragen – desto höher der Preis. Der Goldpreis jedenfalls ist im Zuge der Finanzkrise nach oben geschnellt. Kauft man jetzt und der Preis fällt nach der Krise wieder, dann stellt sich eine solche Geldanlage nicht gerade als rentabel heraus.


Informationen zum Autor
NameTina Gase
Emailred-ext[at]1plus.de
Homepagewww.vorsorge-und-finanzen.de/
Anzahl Artikel1
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veröffentlicht am04.12.2008
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