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Freizeit im Schützenverein
von Bernhard Heß; veröffentlicht am 12.02.2008
Die zahlenden Mitglieder eines Schützenvereins treffen sich in ihrer Freizeit, um einen anspruchsvollen Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit zu haben und regelmäßige Kontakte zu anderen Mitgliedern des Vereins zu pflegen.
Ein offener Umgang untereinander und eine vorsichtige Handhabung der Schusswaffen sind von absolut höchster Priorität, da diese Geräte bei nicht sachgemäßem Umgang oder verkehrtem Einsatz schwerste oder im schlimmsten Fall tödliche Verletzungen beim Menschen bewirken können.
Im Training und in zusätzlichen gründlichen Einweisungen werden schon die jüngsten Vereinsmitglieder unterwiesen, wie man mit den Gewehren und Pistolen umzugehen hat. Dabei werden in der Hauptsache die geistige Haltung und Entwicklung der Heranwachsenden und ihr Umfeld genau beobachtet und von den Trainern und anderen erwachsenen Vereinsmitgliedern unabhängig voneinander beurteilt.
Voraussetzung für das Schießen ohne Aufsichtsperson und für den Besitz einer Waffe ist in Deutschland eine Genehmigung, welche als Waffenbesitzkarte bezeichnet wird. Diese Pflicht wurde eingeführt, um Jugendlichen oder kriminellen Straftätern die Anschaffung von Waffen zur Ausübung von Verbrechen sehr zu erschweren.
In vielen Schützenvereinen wird in jährlichen Abständen der beste Schütze gesucht – er darf sich dann Schützenkönig nennen. Diese Wettkämpfe werden als Vogelschießen oder auch als Adlerschießen bezeichnet. Auf eine im normalen Schützenbedarf erhältliche bemalte Adlerscheibe wird in mehreren Rennen geschossen. Dabei werden in festgelegter Reihenfolge die Einzelteile der Zielscheibe nacheinander abgeschossen. Der Schütze mit der Höchstzahl an heruntergeschossenen Einzelteilen, also letztendlich dem besten Trefferbild, wird am Ende zum Sieger gekrönt.
Jedem Schützenkönig winken ganz besondere Ehrengaben. Statt ganz gewöhnlicher Pokale aus Blech, die es in vielen anderen Sportvereinen gibt, werden in traditionellen Schiesssportvereinen zumeist Holzscheiben als Prämie für den Sieg übergeben. Es gibt keinerlei Grenzen für die Kunst und Gestaltungsvielfalt dieser Scheiben. Bekannte Motive der Jagd sind ebenso schnitzbar, wie individuell auf den Sieger zugeschnittene Scheiben mit einem Portrait. Der Schriftzug mit Datum und Name des Wettbewerbs ist auf fast jeder Scheibe erkennbar.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 12.02.2008 |
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