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Telekommunikation


 

Fallende Preise auf dem Telefonmarkt

von Tobias Röver; veröffentlicht am 19.01.2008
Seit knapp zehn Jahren, genauer seit dem 1.Januar 1998 hat die Deutsche Telekom ihr Monopolrecht auf dem Telekommunikationsmarkt verloren und andere Anbieter können in den Markt einsteigen. Die Folge waren ein starker Preisverfall sowie der Einzug innovativer Technologien auf dem Telefonsektor.
Vor zehn Jahren war telefonieren noch ein teures Vergnügen. Wo man heute dank Call-by-Call Tarifen einen Cent für ein Inlands-Ferngespräch bezahlt, musste man dafür damals noch knapp eine Deutsche Mark – nämlich 31 Cent – zahlen. Bei der Telekom bewegen sich die Standardtarife heute zwischen 1,5 und 4,9 Cent für eine Gesprächsminute im Festnetz. Ähnlich rapide ist auch der Preisverfall für Telefonate ins Ausland. Wo man vor zehn Jahren seinen liebsten nur kurz „Hallo, wie gehts?“ fragen konnte, da eine Gesprächsminute umgerechnet 74 Cent kostete, kann man sich heute bei Preisen von einem Cent ruhig Zeit lassen.
Jedoch befinden sich seit der Öffnung des Telefonmarktes nicht nur die Gesprächskosten im Tiefflug. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der verschiedenen Anbieter stark an. Im Moment zählt man über 2000 Anbieter auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt, die eine starke Gegenmacht zum etablierten Ex-Monopolisten Telekom darstellen. Im Gegensatz zu den Minutenkosten für Telefon und Internet, sind die Fixkosten für einen Anschluss – der in der Regel immer noch bei der Telekom beantragt wird, auf relativ hohem Niveau stagniert.
Neben zunehmender Anbietervielfalt und Preisverfall hat auch die Technik in den vergangenen zehn Jahren einen großen Satz nach vorn gemacht. Heut sind es nicht mehr Geschwindigkeiten von 28,6 kbit/s sondern dank DSL von über 20000 kbit/s. Mit einer veränderten Technik gingen auch andere Abrechnungsformen einher. Noch vor wenigen Jahren wurden Internetkosten zum Großteil pro Minute abgerechnet, später folgten im Zuge der Bandbreiten Erweiterung Volumentarife und heutzutage gibt es vor allem Internet Flatrates, die bei vielen Tarifen gleich mit Telefon Flatrates kombiniert werden. Solch ein Pauschaltarif kommt natürlich vielen Kunden entgegen.
Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Weiterhin werden die Anbieter immer mehr mobile Angebote auf den Markt bringen, mit denen man auch unterwegs per Handy, mit Prepaidtarifen oder Laptop kostengünstig surfen kann. Die Provider drängen unter anderem in diese Richtung, weil der konventionelle Handy- und vor allem Festnetzmarkt weitestgehend gesättigt ist. Um neue Kundenkreise zu erschließen, setzen sie auf Mobilität.


Informationen zum Autor
NameTobias Röver
Emailtobberich[at]web.de
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veröffentlicht am19.01.2008
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