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Existenzgründungen im Dienstleistungssektor
von Anton Mironoff; veröffentlicht am 07.08.2008
Zu wenig Leute wagen sich in die Selbständigkeit - es ist eine altbekannte Tatsache. Über die Ursachen und Folgen wurde in der Politik viel diskutiert. Besonders bemerkenswert ist der Unterschied in diesem Bereich zwischen USA und Deutschland. Während der Dienstleistungssektor einen bedeutenden Teil des amerikanischen BIP ausmacht, verlässt man sich in Deutschland auf die hochentwickelte Industrie, wie z.B. Maschinenbau und lässt den unterentwickelten Sektor von persönlichen und unternehmensbezogenen Services außer Acht. Dies ist aber im Kern falsch - denn kein erfolgreicher Autohersteller hat gute langfristige Chancen auf Erfolg, wenn es im Land viel zu wenige Friseure gibt.
Die beiden Ökonomien, sowohl die Wirtschaftsmacht der Welt USA als auch der Wirtschaftsmotor Europas Deutschland, haben vergleichbar hohen technologischen Stand, sehr gutes Humankapital und hohe Produktivität der Arbeitskraft. Was macht also den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Ländern aus? Viele Experten sind sich darin einig - der Vorsprung von USA ist auf die höhere Rate der Existenzgründungen insbesondere im Dienstleistungssektor zurückzuführen.
Erfolgreiche kleine und mittelgroßen Firmen sind wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Grundsätzlich sind die Amerikaner viel risikobereiter. Die Europäer haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und sind risikoaverser. Aber eine wichtige und unvermeidbare Erfahrung bei jeder Existenzgründung ist die Risikobereitschaft, das kann man nicht umgehen.
Angesichts der mangelnden Existenzgründung in Deutschland klagen die Politiker aus aller Parteien über die mangelnde Bereitschaft der Bürger zum Unternehmertum. Es werden zahlreiche Förderprogramme und Informationsveranstaltungen durchgeführt um Bundesbürger für die Selbstständigkeit zu begeistern. Hoffnungen legt man insbesondere auf die junge Generation,die reichlich Auslandserfahrung hat und den American Spirit übernehmen könnte. Die neue Elite, die Hochschulabsolventen konnte mehr Schwung in die Wirtschaft bringen. Denn junge Unternehmen, die beim Thema Risiko easy und locker bleiben können sind bitter nötig.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 07.08.2008 |
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