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Finanzen


 

Allgemeines zur Dread-Disease-Versicherung

von Julia Siebel; veröffentlicht am 14.06.2007
Eine schwere Krankheit kann jeden treffen – jeden Tag kann es sein, dass ein Arzt eine schreckliche Diagnose stellt. Gestern fühlte man sich noch kerngesund, morgen wird eine lebensbedrohlich Krankheit, wie Krebs diagnostiziert. Die Konsequenz ist meist Existenzangst, denn es muss davon ausgegangen werden, dass man seinen bisher ausgeübten Beruf nicht mehr länger ausüben kann.

Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Personenversicherung. Sie tritt mit Leistungen die durch diese Versicherung versicherte Krankheit (zum Beispiel Krebs) beim Versicherten eintritt. Die Dread-Disease-Versicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung, bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung. Als gänzliche Alternative ist eine Dread-Disease-Versicherung aber nicht empfehlenswert, denn beispielsweise sind Erkrankungen des Rückens oder der Gelenke durch eine Dread-Disease-Versicherung nicht abgedeckt, ebenso wenig wie psychische Erkrankungen, wobei diese Erkrankungen prozentual gesehen den Hauptteil der Erkrankungen ausmachen, wodurch ein Arbeitnehmer erwerbsunfähig, bzw. berufsunfähig wird.

Die Versicherungsform stammt aus den USA und ist in ihrer jetzigen Form seit Anfang der 1990er Jahre in Deutschland zugelassen. Sie wird bisher nur von wenigen Versicherungsgesellschaften angeboten. Von der Ausgestaltung her ist ein Baustein der Dread-Disease-Versicherung auch die Berufsunfähigkeit, aber auch der Todesfallschutz, Erwerbsunfähigkeitsschutz und der Pflegeschutz. Die Höhe des Beitragssatzes resultiert, wie bei vielen anderen Versicherungsformen auch, aus dem Alter, dem Geschlecht, Versicherungssumme, Laufzeit und gegebenenfalls vorliegenden Vorerkrankungen. Sofern die Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen nicht bereits ausgeschöpft sind, ist eine Dread-Disease-Versicherung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen in Deutschland auch steuerlich absetzbar. An Privatpersonen ist die Auszahlung der Versicherungssumme steuerfrei.

Ein Vorteil der Dread-Disease-Versicherung ist, dass eine Prüfung des Leistungsfalls einfacher und nicht so zeitaufwendig ist, wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Zu den Krankheiten, die für innerhalb einer Dread-Disease-Versicherung abgeschlossen werden können, sind unter anderem Herzinfarkt, Bypass-Operation, Krebs, Schlaganfall, Nierenversagen, Aids und Multiple Sklerose. Die Krankheiten, gegen die sich ein Versicherter absichern will, werden im Vertrag alle aufgezählt. Die Versicherung tritt dann auch ausschließlich nur für diese Krankheiten ein, die im Vertrag aufgelistet sind.


Julia Siebel
julia.siebel (at) transparent.de


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veröffentlicht am14.06.2007
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