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Die Tricks der Kommunikationsriesen
von Tobias Röver; veröffentlicht am 20.02.2008
Der Telekommunikationsmarkt hat seinen größten Boom schon hinter sich. Zwar wechseln noch immer viele Kunden zu einem DSL Tarif, um schnell im Internet unterwegs zu sein – oder auch zu einem Prepaidtarif, weil sie gemerkt haben, dass es billiger ist. Doch neue Kunden fallen nicht vom Baum und so müssen sich die Unternehmen einiges einfallen lassen, um ihre Gewinne zu steigern. Eine weit verbreitete Möglichkeit sind trickreiche Formulierungen in der Werbung.
Das Kleingedruckte macht den Unterschied
So muss in jedem Fall auf das Kleingedruckte geachtet werden – nicht überall, wo „Kein Mindestumsatz“ draufsteht, sind keine zusätzlichen Kosten zu erwarten. So kann es sein, dass trotzdem eine Gebühr gezahlt werden muss, eine sogenannte „Tarifnutzung“. Damit sind zwar die Kunden nicht unbedingt glücklich – aber rechtmäßig ist es dennoch.
Vorher überlegen, was man will
Um nicht auf Billig-Schnäppchen hereinzufallen, sollte man genau überlegen, wofür man etwa ein Handy benötigt. Wenn man nur wenig telefonieren möchte, also vor allem die Erreichbarkeit zählt, reicht ein Prepaid Tarif vollkommen aus. In diesem Fall sollte man das Handy extra kaufen. Günstige Geräte gibt es schon ab 20 Euro.
Reduzierung der Bandbreite
Überschaubar sind auch Flatrates für Internet oder Telefon. Doch auch hier ist das Kleingedruckte wichtig. Beim Datentarif von T-Mobile für das iPhone von Apple wird zwar mit einer unbegrenzten Datenflatrate geworben – doch schon bei 200 Megabyte kann die Bandbreite reduziert werden. Dann hat man zwar noch eine Flatrate, u.U. aber bis zu 25% weniger Bandbreite. Solche Drosslung der Geschwindigkeit wird von Verbraucherschützern jedoch beanstandet und steht derzeit auf dem Prüfstand.
Ungewollte Features
Ärgerlich sind auch Produkte, die während eines Vertragsabschlusse für eine Internet Flatrate ungefragt mit auf die Bestellliste gelangen. Meist sind dies teure Zusatzleistungen, bei denen der Anbieter hofft, dass der Kunde sie übersieht oder bei Virenschutzpaketen von der Nützlichkeit überzeugt ist. Dabei sind sehr gute Antivirenpakete heutzutage schon kostenlos als Freeware für den Privatgebrauch erhältlich. So versuchen Eigentliche alle Kommunikationsanbieter an allen Ecken und Enden ein wenig zu tricksen, um die Margen zu erhöhen. Als Verbraucher muss man darauf gefasst sein und am besten immer eine Brille für das Kleingedruckte dabei haben.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 20.02.2008 |
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