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Bauen & Wohnen


 

Der Gerüstbau

von Redaktion Contendia; veröffentlicht am 06.01.2009
Jede Firma die mit dem Gerüstbau ihr Geld verdient muss eine Betriebserlaubnis vorweisen können. Zwar können bestimmte Handwerksfirmen wie zum Beispiel Malerfirmen Gerüste für den Eigenbedarf errichten, sobald aber der Gerüstbau für dritte übernommen wird, ist eine Genehmigung erforderlich. Eine weitere Anforderung ist, dass jeder, der eine Gerüstbaufirma gründen will, über einen Meisterbrief als Gerüstbauer verfügen muss. Nur Fachfirmen dürfen Auf- und Abbau eines Gerüstes durchführen. Das liegt daran, dass viele Bestimmungen und Vorschriften dabei beachtet werden müssen.
Alle Regelungen werden in der Handwerksordnung geregelt, darunter auch die Eintragung in die Handwerksrolle für Gerüstbau. Die Arbeiter müssen Schutzkleidung tragen uns Sicherheitsbestimmungen einhalten, damit es nicht zu Unfällen kommt, bei denen Gerüst und Mensch in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem müssen die Arbeiter absolut schwindelfrei sein und körperlich belastbar. Zudem findet die Arbeit überwiegend im freien statt. Das ist sicherlich der Grund warum Gerüstbauer überwiegend männlich sind, Frauen in diesem Berufszweig sind dagegen selten.
Der Gerüstbau hat einige Herausforderungen zu bestehen, gerade wenn es um die Restauration von alten Gebäuden geht. Ein gutes Beispiel ist die Frauenkirche in Dresden. Die Gerüste mussten nicht nur den Arbeitern ermöglichen höher gelegene Abschnitte zu erreichen, sondern mussten teilweise sogar Gebäudeteile tragen. Dafür mussten nach alten überlieferten handwerklichen Regeln Hohlverschalungen entworfen werden. Heute Bauvorhaben unterscheiden sich grundlegend von den alten. Die ganzen Bögen und Wölbungen stellten den Gerüstbau vor große Herausforderungen, für die es individuelle Lösungen zu finden galt. Dafür mussten die Gerüstbauer mit Architekten und Tischlerfirmen zusammenarbeiten. Schließlich musste jedes Gerüst auch die nötige Standsicherheit bieten.
Größere Konstruktionen müssen diverse Sicherheitsvorkehrungen haben, damit die Arbeiter nicht abstürzen, zum Beispiel Querverstrebungen und rutschfeste Bodenbeläge. Zudem gibt es viele DIN- und Euronormen für die Gerüste. Man merkt schnell, dass hinter einem sicheren Gerüst mehr steckt, als mal „schnell ein paar Teile ineinander zu stecken“.
Redaktion Contendia, contendia[aet]yahoo.de


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veröffentlicht am06.01.2009
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