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Sind Dachbeschichtungen mehr als nur ein Anstrich?
von Claus-Holger tönnies; veröffentlicht am 11.02.2008
Noch immer sorgen Dachbeschichtungen in Fachkreisen für erhitzte Gemüter und das nach mehr als 30 Jahren. Sowohl viele Dachdecker als auch die Mehrzahl der Dachstein- und Ziegelindustrie lassen kaum ein gutes Haar an ihr und sprechen ihr allenfalls kurzfristige kosmetische Eigenschaften zu. An dieser Stelle muss erlaubt sein, die Frage zu stellen wovon dieser Kreis lebt. Von Dachbeschichtungen offensichtlich nicht. Ihnen gegenüber stehen natürlich die großen Farbhersteller, aber ohne Unterstützung durch die Maler. Ein Maler auf dem Dach? Nicht unmöglich, aber selten genug. Die meisten Betriebe die Dachbeschichtungen ausführen, gehören zum Holz- & Bautenschutzgewerbe. Und dieser Bereich ist nur deshalb zur Dachbeschichtung gekommen, weil weder die Dachdecker noch die Maler sich damit ernsthaft beschäftigen wollten. Jeder hatte etwas anderes gelernt. Und Berufsfremdes wird immer mit Argwohn betrachtet. Kein Wunder, hat die nachträgliche Dachreinigung und Dachbeschichtung doch mittlerweile (geschätzt) deutlich über zehn Prozent am Sanierungsmarkt erobert. Jedenfalls bei Dachsteinen. Es geht also echt an die Substanz. Was passiert eigentlich wenn eine Fassade neu beschichtet wird. Es handelt sich hier immerhin um ein anerkanntes Verfahren und den Sinn wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Richtig, es sieht gut aus, neu und der Moos- und Algenbewuchs wird für Jahre gebremst. Das Wasser läuft schneller ab und so weiter. Für Dachbeschichtungen soll das nicht gelten? Natürlich schon. Anderenfalls müsste man im Umkehrschluss ja konsequenterweise behaupten, die großen Farbhersteller würden Produkte anbieten, die für den Zweck nicht geeignet wären. Eine abenteuerliche Vorstellung. Angst auslösend für viele ist, dass Dachbeschichtungen natürlich einen erheblichen Preisabstand zu einer Neudeckung des Daches haben. Da eine Dachbeschichtung viel schneller durchzuführen ist und deutlich weniger Materialkosten verursacht, kostet sie meist weniger als ein Drittel dessen was eine fachgerechte Neueindeckung verschlingt.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 11.02.2008 |
| gelesen | 655 mal |
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