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Computerspielsucht: Die neue Sucht
von Kai Datana; veröffentlicht am 27.03.2008
Es gibt viele Formen der Sucht. Am stärksten vertreten ist die Alkoholsucht, Nikotinsucht, Rauschgiftsucht...und die Sucht nach Computerspielen.
Immer mehr Menschen sitzen oft stundenlang, manchmal sogar nächtelang vor dem PC, ohne ihre Umwelt wahrzunehmen. Betroffen davon sind hauptsächlich Jugendliche, die in den Computerspielen ihre Realität sehen. Der Bezug zur Umwelt geht dabei völlig verloren.
Der PC gehört mittlerweile zum täglichen Leben dazu. Er ist mehr als nur eine Maschine, mit der Briefe geschrieben oder komplexe Rechenaufgaben gelöst werden können. Sie sind regelrechte Alleskönner, das Spielen am PC ist ebenso möglich, wie das Fernsehen oder das Aufzeichnen oder Herunterladen von Musik- oder Videodateien. Er ersetzt das Fernsehgerät genauso wie die Stereoanlage oder den Videorekorder. Nur Kaffee kochen kann er nicht...noch nicht.
Gerade für Jugendliche, die mit dieser Technologie aufwachsen, spielt der PC in ihrem Leben eine andere Rolle, als für ältere Generationen. Die Welt der PC-Spiele hat ihre eigenen Gesetze und die Spieler können dank der realistischen Grafik in andere Welten "abtauchen". Gerade dieses Abtauchen ist es, was den Spieler so fasziniert, und genau dort lauern die Gefahren der Sucht. Sich in fremde Welten zu verlieren, kann zu einem wahren Rausch werden. Und Spieletipps oder Cheats sorgen dafür, das immer neue Varianten aus einem Spiel herausgekitzelt werden.
In der Zwischenzeit wurde weltweit die Gefahr der Spielesucht erkannt und auch anerkannt. Zahlreiche Kliniken wurden bereits eröffnet, um den Spieler von der Computerspielesucht zu heilen.
Allerdings sollte dabei mit Bedacht vorgegangen werden. Ein Spieler, der stundenlang am PC sitzt, um ein neu gekauftes Spiel auszuprobieren, ist noch lange nicht suchtgefährdet, geschweige denn süchtig.
Die Merkmale für eine Computerspielesucht äußern sich ganz anders. Der Süchtige verliert dabei total den Bezug zur Umwelt. Er geht kaum noch unter Menschen und kennt keine anderen Freizeitaktivitäten als den Computer. Der Kontakt zu Freunden oder Familienmitgliedern wird vernachlässigt und teilweise reagieren die Betroffenen sogar gereizt oder aggressiv auf ihre Umwelt.
Wenn diese Merkmale auftreten, sollte unbedingt psychologische Hilfe eingeholt werden. Doch es ist darauf zu achten, dass sich der Psychologe auf Sucht spezialisiert ist. Ein anderer wird das Problem wohl kaum verstehen können.
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Informationen zum Autor
| Name | Kai Datana |
| Email | kaidatana[at]gmail.com |
| Anzahl Artikel | 1 |
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 27.03.2008 |
| gelesen | 764 mal |
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