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Christbaumschmuck im Wandel der Zeit
von Melanie Strack; veröffentlicht am 10.09.2007
Die ersten Christbäume wurden recht einfach mit Zuckerzeug, Äpfeln, Nüssen, Oblaten und Lebkuchen geschmückt. Aber auch Wurst und Käse wurden als Weihnachtsdekoration für den Weihnachtsbaum verwendet.
Schon bereits am Ende des 18.Jahrhunderts wurde der Christbaumschmuck durch die Verwendung neuer Materialien vielseitiger.
Die ersten dreidimensionalen Figuren entstanden aus Pappmache oder Watte und wurden nun zusätzlich mit Glimmer und leonischen Drähten verziert.
Diese gewellten, krausen, spiralförmig oder auch glatt hergestellten Kupferdrähte in gold oder silberfarben wurden seit ende des 16. Jahrhunderts in Süddeutschland hergestellt und gern bei der Christbaumschmuckherstellung verwendet.
Besonders vielseitig und beliebt war der robuste Christbaumschmuck aus Watte. In Thüringen und Sachsen wurden einfache Objekte wie Sterne und Kugeln aber auch sehr aufwändige und fantasievolle Motive aus dem täglichen Leben gefertigt. Besonders beliebt waren Wintersportmotive aber auch Obst, Gemüse und Tierfiguren wurden viel verwendet.
Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts etwa wurden in Lauscha die ersten Christbaumkugeln aus Glas gefertigt. Diese Kugeln waren noch sehr dickwandig und dadurch um einiges schwerer als die heutigen besonders fein geblasenen Kugeln aus Glas. Zu dieser Zeit verwendeten die Glasbläser auch noch eine gesundheitsschädliche Bleilegierung um den Christbaumschmuck zu verspiegeln.
Durch die starke Verbreitung des Christbaumes und den technischen Fortschritt in der Glasverarbeitung entwickelte sich eine enorme Formenvielfalt.
Durch die Verwendung von Gips- oder Porzellanformen wurde es möglich besonders feine
Motive zu fertigen. So war der Fantasie kaum noch Grenzen gesetzt. Es entstanden neben den normalen Glaskugeln und Tropfen wunderschöne Glocken, Zapfen, und Nüsse aus Glas aber auch Trompeten, Herzen, Tiere und natürlich Engel und Weihnachtsmänner in jeder erdenklichen Form und Farbe.
Ein wichtiger Zweig der Christbaumschmuckherstellung entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhundert im böhmischen Gablonz. Hier entstand als Nebenprodukt der Perlenherstellung der heute auf der ganzen Welt bekannte Gablonzer Christbaumschmuck. Gablonzer Christbaumschmuck wird aus Hohlgeblasenen Perlen, die mit Eisendraht verbunden werden hergestellt.
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Informationen zum Autor
| Name | Melanie Strack |
| Email | info[at]gartenschaetze-online.de |
| Anzahl Artikel | 1 |
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 10.09.2007 |
| gelesen | 1010 mal |
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