Im Chaos der Versicherungen
von Johanna-Katharina Leitherer; veröffentlicht am 10.05.2008
Unser Leben ist mit dem der weit zurückliegenden Vergangenheit der Menschheit wohl kaum zu vergleichen. Nicht nur, dass die allgemeinen Lebensbedingungen in Form von der Regierung, den sozialen Schichten und der außenpolitischen Lage komplett anders zu den heutigen sind, hat auch die ganze Einstellung zum Leben jedes Einzelnen eine hundertachtzig Grad Drehung durchgemacht.
Heutzutage ist alles und von jedem absicherbar. Die abertausenden Versicherungen, so scheint es, bieten jeden erdenklichen Schutz vor manchmal unglaublich absurden Situationen des Lebens. Aber diese sind in unserem heutigen Rechtssystem, das viel auf die starke Bürokratisierung gestützt ist, beinahe unentbehrlich. Andernfalls ist man schnell aufgeschmissen.
Doch in diesem großen Gebiet muss man sich erst einmal mühsam einen Überblick verschaffen. Als Kind kennt man eventuell die Krankenversicherung, mit der man konfrontiert wird, wenn Mama oder Papa das „Kärtchen“ beim Kinderarzt abgeben müssen. Das war es aber auch schon. Diesen Wissensstand haben viele junge Menschen auch dann noch, wenn sie beginnen völlig selbstständig zu werden und auf sich alleine gestellt sind. Hier allerdings kann ein so niedriger Wissensstand über Versicherungen fatal sein. Bei den Begriffen, wie „Sonderversicherung“, „Sturmflutversicherung“, „Gebäudeversicherung“, „Risikolebensversicherung“, „Tierhalterhaftpflichtversicherung“ oder „Luftfahrversicherung“ gucken viele dumm aus der Wäsche. „Wie war das doch gleich, Luftfahrversicherung?“, fragen sie sich und bekommen oftmals Zweifel, ob es nicht vielleicht doch sinnvoll wäre sich genauer über die verschiedenen Typen von Versicherungen zu informieren.
Genau das ist es nämlich. Beinahe jeder möchte schließlich ein glückliches Leben führen: Ein Haus mit großem Garten, eine Familie und Haustiere für die Kinder, ein hübsches Auto und natürlich Gesundheit für alle geliebten Menschen und sich selbst. Es gibt aber kein Leben, das nicht einmal von irgendeiner Art von Schicksalsschlag überschattet wird. Hiermit ist nicht sofort eine Katastrophe, wie der Selbstmord eines Familienangehörigen gemeint, sondern auch die kleinen Dinge, wie das Zerbrechen einer Brille oder eine schwerwiegende Sportverletzung.
Damit solche Ereignisse wirklich nur Ereignisse bleiben und nicht so viel Macht bekommen, dass sie einen das ganze Leben nicht mehr los lassen, müssen Präventivmaßnahmen in Form von Versicherungen geschaffen werden- da führt kein Weg dran vorbei..
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