Brautmode - kein alter Schuh
von Jafeth Mariani; veröffentlicht am 21.09.2008
Brautmode von heute soll modisch, chic und unverwechselbar sein. Dabei soll der Charme der Trägerin natürlich unterstrichen werden. Dabei ist es eine Geschmacksfrage, ob eher auf traditionelle Hochzeitskleider z. B. mit Spitze, Schärpen oder Bestickungen zurückgegriffen wird, oder eher ein moderner, schlichter oder extravaganter Stil bevorzugt wird. Das Brautkleid soll sich abheben vom Alltäglichen, da der schönste Tag im Leben auch nicht Alltäglich ist. Wurde in den vergangenen Jahrhunderten grundsätzlich weiße Brautmode bevorzugt, so ist es heute nicht verwerflich, farbige Hochzeitskleider zu tragen. Längst sind rote, gelbe, ja sogar schwarze Hochzeitskleider etabliert, wobei Form und Stil auch gewagt bis sexy sein dürfen. Dennoch entscheiden sich viele Paare für eine klassische Hochzeitsgarderobe. Diese bestehen in der Regel - bei kirchlichen Hochzeiten - aus einem weißen Brautkleid in langer oder auch kurzer Form. Beliebt sind nach wie vor Kleider mit Spitzenbesatz und Bestickungen. Aber auch schlichte Eleganz ist gefragt im Stil von gradlinigen Satin-Kollektionen. Der Mann, im klassischen Smoking, farblich mit der Kleidung der Braut abgestimmt, rundet das Bild perfekt ab. Zum Hochzeitskleid gehören neben den passenden Accessoires auch Brautdessous, welche die weibliche Form unter dem Kleid ins richtige Licht setzen. Korsagen, BHs und Slips, die nicht unter dem Kleid abmalen, gehören dazu.So verschieden die Brautmode in den einzelnen Kulturkreisen auch sein mag, das Brautkleid spielt doch überall eine große Rolle. Weiß ist die Farbe der Jungfräulichkeit, aber nicht immer trugen die Bräute weiße Kleider. In Rom war üblich, eine gelbe Tunika mit passenden gelben Schuhen zu tragen, im Mittelalter hingegen trugen die reichen Damen edle Stoffe aus Gold und Silberbrokat mit kostbaren Stickereien und Halbedelsteinen besetzt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war sogar schwarz die vorherrschende Farbe für Brautkleider. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts haben sich die weißen Brautkleider durchgesetzt, zunächst nur in der Stadt, später auch auf dem Land.
Die Braut von heute hat viele Möglichkeiten, ihr persönliches Traumkleid zu finden, aber ganz egal ob sie in einen Laden für Brautmoden geht, sich ihr Kleid von einem Schneider anfertigen lässt oder gar das Kleid ihrer Mutter oder Großmutter trägt: Es zählt allein die Gewissheit, dass sie an diesem Tag die schönste und strahlendste Frau der ganzen Welt ist.
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