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Gesundheit


 

Biographiearbeit bei an Demenz Erkrankten

von Margarete Stöcker; veröffentlicht am 16.02.2007
„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden,
aber es kann nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.“
(S. Kirkegard, dän. Philosoph 1813-1855)

Biografiearbeit ist ein zentraler Schlüssel in der Begegnung mit Menschen der an Demenz /Alzheimer erkrankt sind. Wie Biografiearbeit umgesetzt und in der Pflege mit Demenz Erkrankten umgesetzt wird, sind wichtige Bestandteile in der Fortbildung in der Alten- und Krankenpflege.

Durch eine entsprechende Erhebung und Wahrnehmung werde die Bedürfnisse und Wünsche schneller verstanden. Die gewonnenen Erkenntnisse in der Lebensgeschichte eines Demenz/Alzheimer Betroffenen helfen den Respekt zu bewahren und den Menschen nicht auf seine Grundbedürfnisse zu reduzieren. Es wird ein Zugang geschaffen der die Beziehung der Beteiligten verbessert.
Des weiteren dient die Biografiearbeit als Kommunikationsmittel. „Neue“ alte Themen können besprochen, erinnert werden. Der Demenz Erkrankte kann über Vergangenes berichten, neue Information sind für ihn im Rahmen der Erkrankung nicht zu erinnern. Sicherheit und Geborgenheit werden geschaffen, indem alte Gewohnheiten erkannt, berücksichtigt und als wertvolle Ressource anerkannt werden.

Biografiearbeit ist auch Gedächtnistraining. Der Demenz Erkrankte, seine Angehörigen und alle an der Pflege Beteiligten befinden sich auf den Spuren der Vergangenheit, wie war das Familienleben, die Hausarbeit, was wurde als Kind gespielt? Gummitwist? Wie war die Einschulung und die Schulzeit? Gab es Personen im Leben des Demenz Erkrankten die besonders prägend waren? Die Mode der vergangenen Zeit, die Ausflüge, Reisen und das Arbeitsleben bieten viele Möglichkeiten der Erinnerung.

Das Verknüpfen mit der Gegenwart führen dazu, dass der Demenz Erkrankte sich in seiner Welt verstanden, angenommen führt. In Fortbildungsbereichen der Altenpflege wird eine Verknüpfung dieses Wissens in einer entsprechenden Dokumentation im Rahmen der Pflegeplanung / des Pflegeprozesses referiert.

Wir alle sind das Ergebnis unserer Biografie und möchten uns auch, oder gerade wenn sich auf Grund der Demenz unsere Welt verändert, dort wieder Halt finden.

Autorin: Margarete Stöcker (Pflegedienstleitung)


Informationen zum Autor
NameMargarete Stöcker
Emailinfo[at]fortbildungvorort.de
Homepagewww.beratung-bei-demenz.de
Anzahl Artikel1
Informationen zum Artikel
veröffentlicht am16.02.2007
gelesen3815 mal
Bewertung3.88 von 5.00 mit 8 Stimmen
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Bildquelle: pixelquelle.de - Interessantes