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Biogasanlagen
von Bernhard Russin; veröffentlicht am 01.02.2008
Bioenergie ist in aller Munde. Als Bioenergie wird Energie bezeichnet, die aus Biomasse / Nachwachsenden Rohstoffen, d. h. Biologischen Erzeugnissen, wie Pflanzen und biologischen Abfälle wie z. B. Gülle erzeugt wird. Bioenergie hat neben der Umweltverträglichkeit viele Vorteile. Der Rohstoff, die Biomasse ist in nahezu unerschöpflichem Ausmaß vorhanden und wird ständig neu produziert. Bei der Produktion von Biomasse wird Kohlenstoffdioxid aufgenommen, das bei der Nutzung von Bioenergie (z. B. in Form von Biogas oder Bioethanol) wieder freigegeben oder gefiltert und endgelagert wird. Im schlimmsten Fall ist die Nutzung von Bioenergie also Klimaneutral.
Die Gewinnung von Bioenergie ist beispielsweise mit einer Biogasanlage möglich. Durch einen Gärungsprozess wird bei einer Biogasanlage in einem so genannten Fermenter aus Biomasse (z. B. Gülle oder Maissilage) Methan gewonnen. Das Methangas treibt einen Verbrennungsmotor an, der wiederum an einen Generator zur Stromerzeugung angeschlossen ist. Der Strom wird für eine Einspeisevergütung, die im Erneuerbare Energien Gesetz geregelt ist, in das Stromnetz des regionalen Stromversorgers eingespeist. Abwärme kann zum Heizen genutzt werden.
Sinnvoll ist eine Biogasanlage auf jeden Fall für landwirtschaftliche Betriebe, bei denen große Mengen an Gülle anfallen. Als Abfallprodukt der Biogasanlage entsteht nämlich auch wieder Dünger, der jedoch hochwertiger als die Rohgülle ist. Auch private Anleger haben über so genannte Biogasfonds die Möglichkeit in Biogasanlagen zu investieren. Eine Betreibergesellschaft projektiert dabei eine Biogasanlage und sammelt Anlegergelder für deren Finanzierung ein. Die Anleger erhalten als Kommanditisten während der Laufzeit des Biogasfonds regelmäßige Ausschüttungen, die durch die Regelungen zur Einspeisevergütung von Strom im Erneuerbare Energien Gesetz relativ sicher zu kalkulieren sind. Größtes Risiko bei Biogasanlagen sind Kosten für Reparaturen oder Ausfälle und Stillstand. Dennoch sollte bei der Auswahl eines Biogasfonds darauf geachtet werden, dass die Rahmendaten stimmen. Es sollte sich um eine bereits bewährte Anlage / Technik handeln und dass Preis-/Leistungsverhältnis muss stimmen, damit die Investitionen schnell zurückfließen und eine gute Rendite erzielt wird. Bei Unsicherheit sollte man als privater Anleger einen unabhängigen Experten zur Beratung hinzuziehen.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 01.02.2008 |
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