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Telekommunikation


 

Billige Handys gibt es am besten ohne Vertrag

von Thorsten Schmitt; veröffentlicht am 07.02.2008
Wer billige Handys sucht, sollte sich am besten nicht auf ein 1-Euro-Handy zum Vertrag verlassen.

Nach wie vor gehen viele Handykunden in Deutschland davon aus, alle zwei Jahre sozusagen das Recht auf ein neues Handy zu haben. Das gilt natürlich nur für solche Kunden, die einen Vertrag abgeschlossen haben. Bis vor kurzem waren zwei Jahre als Mindestlaufzeit für einen Handyvertrag absolut üblich, und den Kunden wurde die lange Vertragsbindung meist mit einem subventionierten Handy versüßt. Doch an billige Handys kommt man so nicht, auch wenn es sich so anhört. Denn die Kosten holt sich der Anbieter über die vertraglichen Grundkosten wieder rein.

Unzählige deutsche Mobilfunkkunden stecken in teuren Verträgen und wissen es nicht - oder wollen es nicht wissen. Erst kürzlich hatte eine Studie ergeben, dass das Tarifdickicht bisweilen dazu führt, dass die Kunden eine gefühlte Rechnungshöhe haben und offenbar auch pflegen. Wirklich verwunderlich ist das nicht, denn es ist nicht leicht, einen Handytarif zu durchschauen, sofern es sich nicht um einen der neuen Einheitstarife handelt. Und den Anbietern ist das natürlich sehr recht, denn je weniger Kunden verstehen, dass sie zu teuren Minutenpreisen telefonieren und sich das subventionierte Handy besser selbst gekauft hätten, desto besser fallen ihre Bilanzen aus.

Mittlerweile schwächt sich dieser Trend etwas ab. Die gesunkenen Minutenpreise haben dazu geführt, dass die Mobilfunker ihre Subventionen stark zurückgefahren haben und nicht mehr automatisch zu jedem Tarif ein verbilligtes Handy dazugeben. Für die Kunden ist das gut so: Denn in den meisten Fällen ist es billiger, sich das Handy selbst zu kaufen und dafür eine billigere Handykarte zu nehmen. Die umgekehrte Lösung, ein Handy vom Provider und ein vergleichsweise teurer Tarif, ist zwar die bequeme Variante, aber auch die teurere. Das ist nur in Ausnahmefällen anders, wenn man ein recht teures Handy als Subventionslösung bekommt. Ansonsten raten Verbraucherschützer immer wieder dazu, Handy und Handykarte getrennt zu kaufen.


Informationen zum Autor
NameThorsten Schmitt
Emaildslexperte[at]gmail.com
Homepagewww.dsl-magazin.de
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veröffentlicht am07.02.2008
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