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Bankseitige Subventionierung von KfW-Programmen
von Karsten Schiefelbein; veröffentlicht am 27.05.2007
Bankseitige Subventionen der KfW-Programme wirken den jüngsten Zinssprüngen entgegen !
Die Konjunktur boomt und die Zinsen steigen - eine alte volkswirtschaftliche Grundregel die sich in den vergangenen Monaten wieder einmal bestätigt hat. Während die Aktienkurse auch in Deutschland wieder einen Angriff auf das historsiche Hoch Anfang 2000 starten (der Deutsche Aktienindex DAX ® liegt nur noch rd. 5 % unter seinem Allzeit-Hoch) und sich Sparer über immer mehr Zinsoffairten freuen dürfen bei denen wieder eine 4 vor dem Komma steht müssen Häuslebauer (und -käufer) wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Der Zinssatz für Baufinanzierungen mit 10-jähriger Zinsbindung ist in den vergangenen 20 Monaten um rund 1,5 % gestiegen; bei einer Finanzierungssumme von beispielsweise 250.000 Euro führt dies immerhin zu einer Mehrbelastung von mehr als 300 Euro mtl.
Diese Entwicklung ging mit der Abschaffung der Eigenheimzulage und des Baukindergeldes zum 01.01.2006 einher, auch dies wirkte sich - für die ersten 8 Jahre - sehr negativ für alle Anspruchsberechtigten aus; so verlor eine Familie mit 2 Kindern in den ersten 8 Jahren immerhin umgerechnet ca. 237 Euro pro Monat.
Gerade vor dem Hintergrund dass in jüngster Zeit eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital immer populärer geworden ist reichen die oben genannten 250.000 Euro Finanzierungsmittel in teuren Großstädten schon nicht mal mehr für die Finanzierung eines einfachen Reihenhauses aus, und selbst wenn haben die beiden aufgeführten Entwicklungen am Markt und auf steuerlicher Seite hier bereits zu einem monatlichen Mehraufwand von über 500 Euro in den ersten 8 Jahren geführt.
Schlechte Nachrichten also für alle die mit dem Gedanken spielen Wohneigentum zu erwerben und dies - wie allgemein üblich - nicht komplett aus Eigenmitteln bestreiten können.
Umso erfreulicher ist die Entwicklung auf der Angebotsseite: Seit kurzer Zeit sind in Deutschland innovative Banken bereit die Zinssätze populärer KfW-Programme durch eine bankseitige Subvention für den Kunden zu senken ! So subventionieren zwei bekannte deutsche Direktbanken die Zinssätze für ausgewählte KfW-Programme (u.a. das am meisten verbreitete KfW-Wohneigentumsprogramm 124/126) um 0,25 % im einen und sogar um 0,5 % im anderen Fall.
Konkret kann dies z. B. bedeuten:
Kaufpreis: 300.000 Euro
Erwerbsnebenkosten: 33.000 Euro
Finanzierungswunsch: Baufinanzierung ohne Eigenkapital mit Ausnahme der Erwerbsnebenkosten, also 300.000 Euro.
Anspruch auf das KfW-Wohneigetumsprogramm 124: 100.000 Euro
Zinssatz (Stand 25.05.2007, freibleibend): 4,40 % nom. / 4,48 % anf. eff. statt 4,90 % nom. / 4,99 % anf. eff.
So können im ersten Finanzierungsjahr 500 Euro an Zinskosten gespart werden, und wenngleich sich dieser Vorteil durch die dann einsetzende Tilgung von Jahr zu Jahr geringfügig verringert addiert sich der Gesamtvorteil in den ersten Jahren der Finanzierung (es sei vorausgesetzt dass eine 10-jährige Zinsbindung bei der KfW vereinbart wurde) auf rd. 4.500 Euro.
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Informationen zum Artikel
| veröffentlicht am | 27.05.2007 |
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