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Telekommunikation


 

Alternativen zum Festnetz-DSL

von Marco Hoelker-Wehde; veröffentlicht am 30.09.2007
Die vermutlich am häufigsten genutzte Form alternativer Internetanschlüsse stellt mobiles Internet dar. Mittlerweile bietet jeder deutsche Mobilfunkanbieter, sowie die meisten der Serviceprovider seinen Kunden sogenannte Datentarife in Verbindung mit den passenden Datenkarten an. Letztere werden mittels PCMCIA-Slot einfach in das Notebook gesteckt und dienen fortan als kabellose Internethardware. Folge: Der Nutzer kann theoretisch an jedem beliebigen Ort in Deutschland (und in der Regel zumindest auch im europäischen Ausland) online gehen. Praktisch ist dies jedoch durch die Netzabdeckung des jeweiligen Anbieters eingeschränkt; nur, wo Mobilfunkempfang gegeben ist, lässt sich auch eine Internetverbindung aufbauen, und auch dann ist die Übertragungsgeschwindigkeit von der Stärke des Signals abhängig.
Neben diesem kleinen Nachteil sei noch zu beachten, dass sich die mobilen Anschlüsse preislich in der Regel deutlich über einem herkömmlichen DSL Anschluss bewegen. Wenn überhaupt angeboten, wird für eine Flatrate beispielsweise oft ein bis zu doppelt so hoher veranschlagt.

Eine weitere Alternative findet sich in sogenanntem Kabel-DSL. Das Grundprinzip dabei ist denkbar einfach: Statt den betroffenen Haushalt nur mit Kabelfernsehen bzw. Radio zu versorgen, wird dem Kunden auch ein über Kabel gespeister DSL-Anschluss zur Verfügung gestellt. Dabei werden meist Komplettpakete mit DSL-Flatrate, Kabelfernsehen und Radio angeboten. Ein Festnetzanschluss ist indes nicht mehr notwendig.
Preislich ist Kabel-DSL eine durchaus attraktive Alternative. In Anbetracht der durch Kabelfernsehen erbrachten Zusatzleistung stimmt auch hier das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Größtes Manko: Die Verfügbarkeit ist aktuell noch sehr stark auf innerstädtische Kerngebiete beschränkt.

Wer in ländlichen Regionen ansässig ist und tendenziell sogar bei einem Festnetz-DSL-Anschluss Versorgungsprob-leme hat, sollte einen Blick auf Satelliten-DSL riskieren. Hier ist nämlich eine fast deutschlandweite Versorgung vor-handen. Zusätzlich liefert die Satellitenverbindung bis zu wenige hundert Fernseh- und Radioprogrammen über Astra.
Dafür wird die Internetverbindung teuer erkauft: Zum einen sind die Übertragungsgeschwindigkeiten derzeit mit in der Regel 1024 kb/s downstream langsamer als bei einem Standard-DS-Anschluss, zum anderen liegen die monatlichen Paketpreise für eine Flatrate meist bei 70 Euro aufwärts.

Fazit: Für alle, die das Glück haben, in einem Versorgungsgebiet zu wohnen, stellt Kabel-DSL wohl die interessanteste der genannten Alternativen dar. Wer hingegen räumlich nicht mehr an seinen Internetanschluss gebunden sein will, sollte sich indes näher über mobiles Internet informieren. Satelliten-DSL bleibt nachwievor eine Randerscheinung. Nur wenn alle anderen Möglichkeiten ausscheiden, lässt sich zu dieser Festnetz-DSL-Alternative raten.


Informationen zum Autor
NameMarco Hoelker-Wehde
Emailflatrate[at]gmail.com
Homepagewww.digitalsoul.com
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veröffentlicht am30.09.2007
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